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Mitarbeiter von Reisebüros demonstrieren für Rettungsschirm

dpa/lsw Stuttgart. Flieger am Boden, Reisen verboten, Buchungen auf Null: Bundesweit haben am Mittwoch die Mitarbeiter von Reisebüros für einen Rettungsschirm der Bundesregierung demonstriert. In Stuttgart durften sich trotz Corona immerhin ein paar Dutzend Reisekaufleute zu einer Kundgebung versammeln. „Heute kam die Reisewarnung des Bundes bis Mitte Juni - wir brauchen Hilfe vom Staat, und das ganz, ganz schnell“, sagte Madeleine Hermann vom Reisebüro TUI Travelstar Reiseforum in Rangendingen, die den Protest in Stuttgart mitorganisiert hat.

Leeren Koffer und Liegestühle bei einer Demonstration. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Leeren Koffer und Liegestühle bei einer Demonstration. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Unter dem Motto „Rettet die Reisebranche, wir sind Touristik“ gingen die Reisebüromitarbeiter überall dort auf die Straße, wo die Städte es erlaubten. „Ich bin der Stadt Stuttgart wahnsinnig dankbar - die Behörden haben uns mit den Sicherheitsvorkehrungen und der Demo- Erlaubnis unglaublich geholfen“, sagte Hermann. Man demonstriere außerdem nicht nur für die Reisekaufleute, sondern auch für jeden Busfahrer, jeden Hotelier und die vielen anderen Kollegen in den ausländischen Urlaubsdestinationen, die ebenfalls betroffen seien.

Drei Millionen Beschäftigte, 12 000 Reisebüros und 3000 Reiseveranstalter fühlten sich von den Politikern völlig im Stich gelassen, hieß es bei den Veranstaltern. Es gehe um 290 Milliarden Euro Umsatz.

Auch im Südwesten seien die Probleme groß, sagte Hermann: „Wir sind in Kurzarbeit, wir haben alle Angst um unseren Job. Buchungen gibt es keine, wenn überhaupt, dann noch Umbuchungen, meistens aber Stornierungen.“ Es dürften nicht nur die großen Haie unterstützt werden, um zu überleben. „Wenn die Politik nicht aufwacht, gehen ganz viele kleine Reisebüros, die mit Herz dabei sind, zugrunde.“

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Erstellt:
29. April 2020, 14:37 Uhr

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