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Mordprozess gegen 24-Jährigen ausgesetzt

dpa/lsw Baden-Baden. Wegen der Corona-Krise hat das Landgericht Baden-Baden einen Mordprozesses ausgesetzt - jetzt prüft das Oberlandesgericht Karlsruhe, ob der Angeklagte aus der Haft entlassen werden muss. Wann eine Entscheidung fällt, konnte ein Gerichtssprecher am Donnerstag noch nicht sagen. Nach der Strafprozessordnung ist eine Haftprüfung nötig, wenn ein Angeklagter schon mehr als sechs Monate in U-Haft ist, ohne dass ein Urteil gesprochen wurde.

Blick in das Treppenhaus des Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Blick in das Treppenhaus des Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Die Anklage wirft dem 24-jährigen Landwirt vor, Ende September vergangenen Jahres seine Ex-Freundin in seiner Wohnung in Bühlertal (Kreis Rastatt) erwürgt zu haben. Er wurde noch am Tatort festgenommen. Der Angeklagte soll die 20-Jährige unter dem Vorwand, sie solle ihre Sachen noch abholen, in seine Wohnung gelockt haben. Danach habe er die arglose Frau sofort angegriffen und minutenlang gewürgt. Sie starb in der Wohnung.

Der Mordprozess hatte am 9. März unter großem Publikumsandrang begonnen. Die weiteren Prozesstage waren wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Baden-Baden muss der Prozess nun ganz neu beginnen (Az.: 1 Ks 300 Js 13400/19).

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Erstellt:
26. März 2020, 14:53 Uhr

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