Mordverdächtiger saß kurz vor der Tat in Untersuchungshaft

dpa/lsw Tuttlingen. Ein wegen Mordverdachts am Mittwoch festgenommener Mann ist erst vor rund zwei Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der tunesische Staatsangehörige mehrfach wegen Körperverletzungen und anderer Straftaten aufgefallen. Er saß wegen des Verdachts des versuchten Totschlags bis zum 8. Juli hinter Gittern. Ein dringender Tatverdacht konnte damals jedoch nicht aufrechterhalten werden, so dass das Amtsgericht Rottweil den Haftbefehl gegen ihn aufhob.

Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Die Polizei geht davon aus, dass der 36-Jährige ohne festen Wohnsitz sein jüngstes Opfer in Tuttlingen unvermittelt von hinten angriff und durch mehrere Messerstiche tödlich verletzte. Die Leiche des 52 Jahre alten Mannes wurde am Dienstag von einem Anwohner auf dem Gehweg in einem Wohngebiet entdeckt. Der Tatverdächtige sitzt seit Donnerstag nun erneut in Untersuchungshaft, diesmal wegen des Verdachts des Mordes. Eine Sonderkommission nahm Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts auf. Die Polizei sucht Zeugen.

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Erstellt:
17. September 2020, 13:38 Uhr

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