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Mutmaßliche Schleuser wegen arrangierter Ehen vor Gericht

dpa/lsw Stuttgart. Sie soll Dutzende Scheinehen arrangiert und damit enormen Profit gemacht haben. Ein lukratives Geschäft, das funktioniert und die Behörden vor Probleme stellt. Nun steht eine mutmaßliche Bande von Schleusern in Stuttgart vor Gericht.

Das Mikrofon für Wortbeiträge steht im Gerichtssaal. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

Das Mikrofon für Wortbeiträge steht im Gerichtssaal. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

Eine mutmaßliche Bande von Schleusern soll Dutzende Scheinehen arrangiert und vor allem Indern auf diesem Weg die Möglichkeit verschafft haben, dauerhaft in Deutschland bleiben zu dürfen. Die acht angeklagten Vermittler aus Indien und Deutschland waren im Mai vergangenen Jahres nach monatelangen Ermittlungen bei einer Razzia in mehreren Städten in Baden-Württemberg und im Saarland festgenommen worden, einige von ihnen sitzen seither in Untersuchungshaft. Seit Montag muss sich die mutmaßliche Bande vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten, der komplizierte Prozess wird sich bis mindestens Mai hinziehen.

Laut Staatsanwaltschaft haben die Männer im Alter zwischen 34 und 60 Jahren gemeinsam mit weiteren Verdächtigen zwischen Juni 2014 und Mai 2019 mindestens 39 illegale Eheschließungen organisiert, vorwiegend zwischen Männern aus Indien oder Pakistan mit bulgarischen oder griechischen Frauen. Das Ziel: ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. Vor allem für die Schleuser lohnt sich ein solches Geschäft: Der illegale Gewinn in einem solchen Fall liegt laut Landeskriminalamt Baden-Württemberg bei jeweils bis zu 25 000 Euro.

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Erstellt:
24. Februar 2020, 16:10 Uhr

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