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Mutmaßlicher Auftragsmörder steht in Freiburg vor Gericht

dpa/lsw Freiburg. Nach dem gewaltsamen Tod eines 24 Jahre alten Mannes in Freiburg hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Auftragsmörder begonnen. Der 33 Jahre alte Deutsche habe sein Opfer mit zwei Kopfschüssen aus nächster Nähe getötet, sagte Staatsanwalt Matthias Rall zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Montag. Er habe dabei im Auftrag eines 39 Jahre alten Freiburger Rechtsanwalts gehandelt. Dieser habe den Mord bei ihm in Auftrag gegeben. Der Mann, der nun vor Gericht steht, habe von dem Juristen dafür die Tatwaffe und als Lohn für den Mord 50 000 Euro erhalten. Hintergrund waren der Anklage zufolge Drogen- und Geldgeschäfte.

Ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht Freiburg“ hängt am Gebäude. Foto: Patrick Seeger/dpa

Ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht Freiburg“ hängt am Gebäude. Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Tat hatte sich Mitte Juli vergangenen Jahres in einem Gewerbegebiet in Freiburg ereignet. Der Angeklagte wurde im vergangenen August festgenommen. Er sitzt seither in Haft. Die Anklage laute auf Mord, sagte der Staatsanwalt.

Der Rechtsanwalt - der mutmaßliche Drahtzieher des Verbrechens - war knapp drei Wochen nach der Tat festgenommen worden. Er hatte laut den Ermittlern von dem 24-Jährigen, der Opfer des tödlichen Verbrechens wurde, eine große Summe aus Drogengeschäften aufbewahrt. Aus Geldgier habe er den Mord in Auftrag gegeben. Der Jurist hatte sich im vergangenen November im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen.

Für den Prozess sind zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte es demnach Ende März geben (Az.: 1 Ks 200 Js 24616/19).

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Erstellt:
2. März 2020, 09:45 Uhr

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