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Mutter erstochen: Sohn kommt in Psychiatrie

dpa/lsw Heidelberg. Ein psychisch kranker Mann hat gestanden, unter dem Einfluss vermeintlicher „Stimmen“ seine Mutter umgebracht zu haben. Er wird nun in die Psychiatrie eingewiesen. Die Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg ordnete am Freitag die Unterbringung des 22-Jährigen an. Verteidigung und Staatsanwaltschaft hatten dies zuvor beantragt.

Ein Richterhammer und ein Strafgesetzbuch liegen auf einem Tisch. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Ein Richterhammer und ein Strafgesetzbuch liegen auf einem Tisch. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

Der junge Mann ist an paranoider Schizophrenie erkrankt. Er hatte im vergangenen November seine Mutter in dem Wohnhaus, in dem sie zusammen lebten, mit zahlreichen Messerstichen getötet. Er hatte angegeben, dass „Stimmen“ ihm dies befohlen hätten, um „die Menschheit zu retten“.

Das Gericht sah es auch als erwiesen an, dass er bereits im März 2019 eine ihm unbekannte Frau in Heidelberg angegriffen hatte. Er habe sie geschlagen und gewürgt, um sie zu töten. Dazu kam es aber nicht. Er floh unerkannt, räumte die Tat aber vor Gericht ein. Der Beschluss des Gerichts zielt auf eine Therapie des jungen Mannes ab. Die Entscheidung (3 KLs 100 Js 29843/19 jug.) ist noch nicht rechtskräftig.

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Erstellt:
24. Juli 2020, 15:01 Uhr

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