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Nach Felssturz im Schwarzwald droht weitere Gefahr

dpa/lsw Todtnau. Nach dem Sturz eines tonnenschweren Felsbrockens auf eine Straße bei Todtnau im Südschwarzwald bereiten sich die Behörden auf größere und zeitintensive Sicherungsarbeiten vor. In dem steilen Waldgebiet neben der Straße wurde ein weiterer großer Felsen entdeckt, teilten die Stadt Todtnau und das Landratsamt Lörrach am Dienstag mit. Dieser sei instabil und drohe, in die Tiefe zu stürzen. Die Straße rund 40 Meter unterhalb des Felsens sowie ein Wanderweg blieben daher gesperrt. Es bestehe Lebensgefahr. Wann und wie der Felsen gesichert werden könne, stehe noch nicht fest.

Ein großer Felsbrocken liegt auf der Landstraße 149 bei Todtnau. Foto: Klaus Merz/Baumamt Stadt Todtnau/dpa/Archivbild

Ein großer Felsbrocken liegt auf der Landstraße 149 bei Todtnau. Foto: Klaus Merz/Baumamt Stadt Todtnau/dpa/Archivbild

Der erste Felsen hatte sich den Angaben zufolge von einer Felswand gelöst und war am Sonntagabend in die Tiefe auf die Straße gestürzt. Verletzt wurde niemand. Das Unglück sei nicht absehbar gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt Todtnau. Das Felsengebiet sei als sicher eingestuft gewesen. Der Felsen, der nun entdeckt wurde, sei größer und schwerer als der erste Felsen.

Erst im vergangenen Herbst war in Todtnau ein ganzes Wohngebiet für mehrere Monate geräumt worden, weil lockeres Gestein auf die Häuser hinabzustürzen drohte. In dem Gebiet werde nun auf einer Länge von einem Kilometer ein Sicherungszaun gebaut, hieß es. So solle verhindert werden, dass Felsen auf Häuser stürzen.

Vergangenen Oktober hatte es auf der Autobahn 81 bei Villingen-Schwenningen einen tödlichen Unfall wegen eines Felssturzes gegeben. Ein Wagen prallte gegen einen etwa 3,5 Tonnen schweren Gesteinsbrocken, der sich von einem Hang gelöst hatte und auf die Fahrbahn gestürzt war. Der Autofahrer starb bei dem Unfall.

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Erstellt:
5. Mai 2020, 16:03 Uhr

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