Noch 754 freie Ausbildungsplätze im Rems-Murr-Kreis
Auch die Lebensmittelindustrie sucht laut der Gewerkschaft NGG noch 67 Azubis.
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Auch Bäckereien suchen noch nach neuen Auszubildenden. Archivfoto: Bäckerei Mildenberger
Rems-Murr. Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs registriert die Arbeitsagentur noch 754 offene Ausbildungsplätze im Rems-Murr-Kreis. Die Lebensmittelindustrie im Rems-Murr-Kreis sucht 67 Azubis. Und auch Bäckereien bieten noch 40 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. September anfangen. Auch im Oktober geht da oft noch was“, sagt Magdalena Krüger. Die Geschäftsführerin der NGG Stuttgart rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die drei Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Krüger.
Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Magdalena Krüger. Außerdem sollten Azubis darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gibt. „Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft starkmacht und zum Beispiel darauf achtet, dass es einen Rahmenplan für die Ausbildung gibt. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Krüger. So sollten etwa angehende Bäckereifachverkäufer darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse.“ Denn zur Ausbildung gehöre auch der kaufmännische Teil, sagt Magdalena Krüger. pm
