OB Kuhn hält wenig von Warnstreiks in Corona-Zeiten

dpa/lsw Stuttgart. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat an die Gewerkschaft Verdi appelliert, sich Warnstreiks in der Corona-Zeit gut zu überlegen. Er habe zwar hohes Verständnis und Respekt für die Logik von Tarifauseinandersetzungen, sagte Kuhn am Freitag in Stuttgart. Aber: „Alle Beteiligten müssen sich auch fragen, ob ihre Maßnahmen in Bezug auf Corona adäquat sind.“ Die Gewerkschaft Verdi hatte in den vergangenen Tagen mehrfach zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst und im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen.

Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) bei einem Termin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) bei einem Termin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Auch in Stuttgart steigen die Infektionszahlen rasant. Sobald die Stadt die kritische Marke von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erreicht, will sie mit weiteren Regeln gegen den Anstieg vorgehen. Darunter fallen eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in der Innenstadt und niedrigere Teilnehmerzahlen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen. Die Landeshauptstadt bewegt sich mit einem Wert von 43,7 (Donnerstag) weiter auf die kritische Marke für schärfere Maßnahmen zu.

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Erstellt:
9. Oktober 2020, 16:42 Uhr

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