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Omnibusverband: Schutzschirm für öffentlichen Nahverkehr

dpa/lsw Stuttgart/Böblingen. Eine „Katastrophe mit Ankündigung“ - so beschreibt der Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) die Situation, die durch die Corona-Krise im öffentlichen Nahverkehr entstanden ist. Im Linienverkehr sei landesweit auf Ferien- oder Wochenendfahrpläne umgestellt, Fahrten im Schülerverkehr seien ganz abbestellt worden, teilte der WBO am Mittwoch in Böblingen mit. Fahrgeldeinnahmen gebe es wenig bis gar keine mehr, weil die meisten Fahrgäste ohnehin wegblieben, und Abos würden gekündigt. Der WBO forderte deshalb einen „Schutzschirm ÖPNV“.

Auf einem Parkplatz stehen mehrere Omnibusse. Foto: Frank Mächler/dpa

Auf einem Parkplatz stehen mehrere Omnibusse. Foto: Frank Mächler/dpa

Die Liquidität der landesweit rund 400 Busunternehmen müsse gewährleistet sein, damit das ÖPNV-System nicht kollabiere, sagte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber. Er kritisierte, dass der Schienenverkehr in der Krise bevorzugt werde. „Im Eisenbahnverkehr wird die bestellte Leistung vom Land bezahlt, auch wenn sie nicht erbracht wird, um die Unternehmen zu stützen.“ Von solch einem Vollkaskoschutz sei im Busverkehr keine Rede. „Im Gegenteil: Private Busunternehmen kämpfen ums Überleben.“

Man müsse auch die Zeit nach Corona im Auge behalten, forderte Weber - dann werde das Land die mittelständischen Busunternehmen weiterhin brauchen. „Wenn die Politik im Land nicht bald zu einer Verabredung kommt, welche die Einnahmeverluste auffängt, wird die Verbundlandschaft im Land ins Rutschen kommen.“ Und das wäre für die öffentliche Hand erst recht teuer, heißt es beim WBO.

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Erstellt:
25. März 2020, 14:36 Uhr

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