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Pfau mit Armbrust erschossen

dpa Harburg. Ein freilaufender Pfau ist in Schwaben einem Verbrechen zum Opfer gefallen: Mit einer Armbrust erschoss ein Mann den zehn Jahre alten Vogel, der im Ort laut Polizei unter dem Namen „Pfaui“ bekannt ist. Weil die Pfeilspitze in ein Blech an einem Garagendach einschlug und steckenblieb, konnten die Ermittler die Flugbahn nachvollziehen und so herausfinden, dass der Bolzen aus der Wohnung eines 23-Jährigen im bayerischen Harburg, unweit der Grenze zu Baden-Württemberg, abgefeuert worden war. Der Mann habe die Tat am Freitag eingeräumt, schweige jedoch zu seinem Motiv. Die Polizei zeigte ihn wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz sowie Sachbeschädigung an.

„Pfauis“ Schicksal dürfte Gesprächsthema in dem Ort sein, denn das blaue Tier drehte nach Darstellung der Beamten seit Jahren seine Runden in der Straße und war beliebt. Besonders habe der Vogel es Zeugenangaben zufolge genossen, sich auf dem Garagendach eines Nachbarn in einer dortigen Fensterscheibe zu spiegeln.

„Dort verharrte der stolze Pfau dann für längere Zeit“, heißt es im Polizeibericht der Inspektion Donauwörth weiter. „Das störte den Nachbarn nicht - wohl jedoch offenkundig einen Mieter des Hauses.“ Der 23-Jährige habe aus etwa sieben Metern Entfernung auf den ausgewachsenen Ziervogel geschossen. „Der Bolzen durchschlug das Tier quer durch den Körper und zersplitterte am Brustbein.“

Ein Zeuge hatte das erschossenen Tier am Mittwochabend auf seiner Garage entdeckt und Reste des Bolzens gefunden. Er alarmierte die Polizei und den 70-jährigen Halter von „Pfaui“, der einige Häuser weiter in der Straße lebt. Ihm wurde auch der Kadaver überlassen. Die Armbrust und die Pfeilfragmente stellte die Polizei sicher.

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Erstellt:
28. August 2020, 12:58 Uhr

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