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Prozess zu deutscher Journalistin Tolu geht in Türkei weiter

dpa/lsw Istanbul. Der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu wegen Terrorvorwürfen geht am heutigen Donnerstag in der türkischen Metropole Istanbul weiter. Tolu werde nicht an der Fortsetzung des Verfahrens teilnehmen, sagte ihre Anwältin Kader Tonc der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sollen weitere Zeugen verhört werden. Zur Prozessbeobachtung hat sich unter anderem die Grünen-Abgeordnete Margit Stumpp angekündigt.

Die Journalistin Mesale Tolu. Foto: Felix Kästle/Archivbild

Die Journalistin Mesale Tolu. Foto: Felix Kästle/Archivbild

Tolu war bis vergangenen Dezember 2017 fast acht Monate lang in der Türkei inhaftiert gewesen und wurde danach unter einer Ausreisesperre in der Türkei festgehalten. Erst Ende August 2018 hatte sie nach Deutschland fliegen dürfen. Sie lebt jetzt in Neu-Ulm.

Die Staatsanwaltschaft wirft Tolu, ihrem Ehemann und weiteren Angeklagten Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP vor. Die gilt in der Türkei als Terrororganisation. Dafür könnte das Gericht eine Strafe von bis zu 20 Jahren verhängen.

Die Festnahme zahlreicher deutscher Staatsbürger hatte 2017 zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Die prominentesten Inhaftierten waren neben Tolu der „Welt“-Reporter Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner. Sie alle durften inzwischen ausreisen. Die Prozesse gehen aber weiter.

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Erstellt:
23. Mai 2019, 02:53 Uhr

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