Sprungtürme eingestürzt

Prozess zu Wassershow-Unglück im Europa-Park startet neu

Ein Wasserbecken reißt, Sprungtürme krachen ein: Acht Menschen werden 2023 bei einem Unfall im Europa-Park verletzt. Jetzt steht ein Geschäftsführer erneut vor Gericht.

Bei dem Unfall im Europa-Park  waren im August 2023 mehrere Menschen verletzt worden.

© dpa/Pascal Czech

Bei dem Unfall im Europa-Park waren im August 2023 mehrere Menschen verletzt worden.

Von red/dpa/lsw

Nach einem Unglück bei einer Wassershow im Europa-Park mit mehreren Verletzten startet der Prozess kommenden Monat neu. Ursprünglich war die Urteilsverkündung für Dezember vorgesehen – wegen einer Erkrankung des Verteidigers wurde der Termin jedoch aufgehoben. Nun wird die Verhandlung am 15. April vor dem Amtsgericht Ettenheim neu aufgerollt, teilte das Landgericht Freiburg mit.

Angeklagt ist ein 45-Jähriger, der als Geschäftsführer eines vom Europa-Park beauftragten externen Unternehmens für den Aufbau der Wassershow verantwortlich gewesen ist. Er soll dabei wesentliche Vorgaben in der Montageanleitung etwa für den Aufbau eines Wasserbeckens und der meterhohen Sprungtürme der Show missachtet haben.

Sprungtürme stürzten bei Show ein

Im Sommer 2023 war das Becken vor den Augen der Zuschauer während der Show „Retorno dos Piratas“ plötzlich verrutscht und gerissen, Sprungtürme stürzten ein. Sechs Artisten und zwei Besucher, ein Ehepaar, wurden verletzt. Dem Mann wird daher fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen vorgeworfen. 

Der Angeklagte hatte zum Auftakt des ersten Prozesses am 12. November Versäumnisse zugegeben. Beim Montieren der Türme und diverser Etagen aus Blechplatten seien weniger Schrauben als vorgeschrieben und teils keine Unterlegscheiben verwendet worden. Das sei im Park immer so gemacht und von ihm nicht hinterfragt worden, argumentierte er.

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Erstellt:
17. März 2026, 14:42 Uhr

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