Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Rückenwind für Radschnellweg nach Ludwigsburg

Bund und Land fördern die Planung einer Expressverbindung von Waiblingen in den Nachbarlandkreis.

So wie der bereits bestehende Radschnellweg bei Böblingen könnte die projektierte Verbindung zwischen Waiblingen und Ludwigsburg auch aussehen. Foto: Landratsamt

© Landratsamt

So wie der bereits bestehende Radschnellweg bei Böblingen könnte die projektierte Verbindung zwischen Waiblingen und Ludwigsburg auch aussehen. Foto: Landratsamt

WAIBLINGEN (pm). Die Planung des Radschnellwegs RS8 zwischen Ludwigsburg und Waiblingen kommt voran. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Rems-Murr-Kreises mit dem Landkreis Ludwigsburg, der Stadt Ludwigsburg, der Stadt Waiblingen und der Stadt Remseck am Neckar. Nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie zur möglichen Trassenführung hat der Rems-Murr-Kreis die Förderung der Planungskosten federführend für die gesamte Trasse beantragt. Inzwischen liegt die Zusage von Bund und Land über Zuschüsse in Höhe von insgesamt 87,5 Prozent vor – das entspricht einer Summe von 1,82 Millionen Euro. Auch für den Bau können voraussichtlich bis zu 87,5 Prozent der Kosten durch Fördergelder von Bund und Land abgedeckt werden. Neben der RS-5-Trasse im Remstal zwischen Fellbach und Schorndorf ist dies die zweite Radschnellverbindung im Kreis, die in die Förderprogramme von Bund und Land aufgenommen wurde.

„Dieses Projekt ist ein großartiger Beitrag zu neuer, nachhaltiger Mobilität in der Region. Es freut mich sehr, dass der Rems-Murr-Kreis, der Kreis Ludwigsburg und alle beteiligten Kommunen eine leistungsstarke und schnelle Radverbindung für Pendlerinnen und Pendler zwischen Waiblingen und Ludwigsburg realisieren möchten. Gerne unterstützt das Land sie bei diesem Vorhaben“, gratuliert Verkehrsminister Winfried Hermann. „Auf kürzeren Strecken sowie durch Pedelecs und neue Antriebe wird Radfahren für neue Zielgruppen wie Berufspendler attraktiv. Das Land ist gerne Partner der Kommunen beim Ausbau von Radschnellverbindungen“, erklärt der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer. „Radschnellverbindungen ebnen den Weg für nachhaltige Mobilität und können gerade beim RS8 die Hauptverkehrsachsen zwischen unseren beiden Landkreisen entlasten“, sagt Landrat Richard Sigel. „Die Förderung durch Bund und Land gibt uns dabei den nötigen Rückenwind.“

Der Ludwigsburger Landrat Dietmar Allgaier hebt die gelungene Kooperation mit dem Nachbarlandkreis hervor: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam an der Realisierung einer der ersten Radschnellwege im Land beteiligt sind.“ Einer Beteiligung des Landkreises Ludwigsburg am geplanten Radschnellweg wurde in Ludwigsburg zugestimmt. Nach der Förderzusage vom Bund wird dort die Planung für den Bauabschnitt von Ludwigsburg nach Remseck vorangetrieben.

Die Radschnellverbindung verbindet die Städte Ludwigsburg, Remseck und Waiblingen. „Die Verbindung der Wirtschaftsräume Ludwigsburg/Waiblingen ist wichtig und ein zentrales Anliegen nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Menschen, wie das Projekt des Radschnellwegs zeigt“, betont Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky. „Mit dem Radschnellweg wird eine attraktive, gesunde und ökologisch wertvolle Verbindung für Radfahrer, die zügig zwischen den Städten Ludwigsburg und Waiblingen fahren wollen, geschaffen. Damit wird das Rad eine echte Alternative, gerade auch für Pendler.“

Die geplante Radschnellverbindung besitzt eine Länge von rund 15 Kilometern und führt über Remseck am Neckar. Die Gesamtkosten werden auf rund 31 Millionen Euro geschätzt. Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde ein Potenzial von durchschnittlich 2100 Radfahrern in 24 Stunden ermittelt. Die Baulast der Radschnellverbindung liegt beim Rems-Murr-Kreis, dem Landkreis Ludwigsburg sowie innerhalb der Ortsgrenzen bei den Städten Ludwigsburg und Waiblingen. Die Landkreise und Städte planen die Abschnitte in ihrer Zuständigkeit eigenständig. Um die Wiedererkennbarkeit von Radschnellverbindungen landesweit zu erhöhen, erhalten alle Radschnellverbindungen eine individuelle Bezeichnung. In Baden-Württemberg wird das Kürzel RS und eine fortlaufende Nummer gewählt. Der Radschnellverbindung zwischen Ludwigsburg und Waiblingen wurde die Bezeichnung RS8 zugeordnet.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Mai 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!
Reger Anlieferverkehr herrscht samstags auf der Mülldeponie Steinbach. Es kommt dabei häufig zu Staus und langen Wartezeiten, die die Geduld der Bürger auf die Probe stellen. Foto: J. Fiedler
Top

Stadt & Kreis

Annahmestellen im Visier

Der Service rund um die Müllentsorgung soll verbessert werden. Das fordert das Bürgerforum Backnang. Die Stadtverwaltung möge sich um einen Grünguthäckselplatz bemühen und sich für verlängerte Anlieferzeiten auf der Deponie Steinbach einsetzen.

Stadt & Kreis

Datenfluss ab jetzt im Turbogang

In vier Bauabschnitten wurden in Allmersbach im Tal im Auftrag der Deutschen Telekom Tiefbau- sowie Kabelzugarbeiten für den Glasfaserausbau vorgenommen. Die Maßnahme in der Doppelortgemeinde ist das Pilotprojekt der Gigabit-Region Stuttgart.