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Schwert-Attacke in Stuttgart: Schuldfähigkeit wird geprüft

dpa/lsw Stuttgart. Nach der tödlichen Attacke eines Mannes mit einem Samurai-Schwert in Stuttgart schließt die Staatsanwaltschaft eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters nicht aus. Es gebe „entsprechende Anhaltspunkte“, heißt es in einer Mitteilung der Anklagebehörde vom Donnerstag. Zwar sei Mordanklage gegen den 30-jährigen Jordanier erhoben worden. Allerdings sei ein Sachverständiger wegen einer möglicherweise bestehenden psychischen Erkrankung des Angeklagten um ein Gutachten gebeten worden. „Dieses Gutachten steht noch aus“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Blumen am Tatort in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Blumen am Tatort in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Der in Untersuchungshaft sitzende mutmaßliche Täter soll Ende Juli auf offener Straße sein 36-jähriges Opfer, einen früheren Mitbewohner, nach einem Streit mit zahlreichen Stichen getötet haben. Das genaue Motiv für die Bluttat sei zwar nach wie vor nicht bekannt. „In der Gesamtschau der Ermittlungsergebnisse dürfte dieses jedoch am ehesten im zwischenmenschlichen Bereich zu suchen sein“, hieß es.

Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass er Syrer ist und seit 2015 mit gültigem Aufenthaltsstatus in Deutschland lebt. Zweifel daran nährte der Mann nach Angaben der Ermittler selbst, als er bei seiner Festnahme angab, zwei Jahre älter und Jordanier zu sein.

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Erstellt:
9. Januar 2020, 10:14 Uhr

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