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Skulpturen aus Daten: Refik Anadols Traumwelten

dpa/lsw Baden-Baden. Malen nach Zahlen mal anders: Unter dem Titel „Digital Dreams“ zeigt der Medienkünstler Refik Anadol in Baden-Baden, wie aus digitalen Daten Kunst entstehen kann. Von diesem Samstag an bis zum 4. September verwandeln drei seiner riesigen Datenskulpturen das historische Ambiente des Kurhauses in einen Parcours strömender Pixel. Aus mehr als 46 Millionen Bildern wird ein fließendes Kunstwerk virtueller Welten auf eine quadratische LED-Wand gezaubert.

So lässt die raumgreifende Skulptur „Bosphorus“ im Bénazetsaal Besucher ins Marmarameer am Bosporus eintauchen. Die Bewegungen des Meeres werden durch über 30 Tage gesammelte Hochfrequenz-Radardaten des türkischen Wetterdienstes erlebbar.

Refik Anadol, 1985 geboren in Istanbul, lebt und arbeitet in Los Angeles. In seinen Installationen erforscht er durch den Einsatz künstlicher Intelligenz den Raum zwischen digitalen und physischen Gebilden - und schafft so eine hybride Beziehung zwischen Architektur und Medienkunst.

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Erstellt:
3. Juli 2020, 08:33 Uhr

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