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Land hofft bei Ausbildung auf Bundeshilfen

dpa/lsw Stuttgart. Für viele Betriebe sind Azubi-Stellen ein Kostenfaktor - und somit in Zeiten von Corona ein Punkt zum Einsparen. Das Land will nun gegensteuern, setzt aber vor allem auf die geplanten Bundeshilfen.

Ein Auszubildender steht mit einem Hammer an einem Schraubstock. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Auszubildender steht mit einem Hammer an einem Schraubstock. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Corona belastet den Arbeitsmarkt - und damit auch die Auszubildenden. Wie viele Betriebe im Herbst noch Ausbildungsplätze anbieten werden, war am Donnerstag drängendstes Thema beim Ausbildungsgipfel des Wirtschaftsministeriums mit Vertretern der Industrie-, Handels- und Handwerkskammern des Landes. Große Sorgen bereitete den Beteiligten der von den Kammern vorhergesagte Rückgang im zweistelligen Prozentbereich bei Ausbildungsverträgen im Herbst. Die Hoffnung ruht nun auf der Ausbildungsprämie, die der Bund angekündigt hat.

Berlin will kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Lehrstellen-Angebot dieses Jahr beibehalten oder sogar erhöhen, finanziell unterstützen. Für jeden neuen Ausbildungsvertrag soll das betreffende Unternehmen demnach eine einmalige Prämie von 2000 Euro erhalten. Wer mehr ausbildet als im Schnitt der vergangenen drei Jahre, soll pro zusätzlichen Vertrag 3000 Euro erhalten. Die Prämie könne ein Anreiz für Betriebe sein, die Ausbildungsplätze trotz schwieriger Bedingungen nicht zu reduzieren, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).

Die Ausbildungsprämie des Bundes ist bis Jahresende befristet und vom Bundeskabinett noch nicht beschlossen. Sollte sich der angepeilte Zeitraum als zu kurz erweisen, werde das Ausbildungsbündnis die Fortführung der Prämie auf Landesebene prüfen, hieß es beim Wirtschaftsministerium. Derweil setzt das Land auf bereits bestehende Maßnahmen wie den „Azubi Transfer“, bei dem eine Prämie für Betriebe den Anreiz schafft, Azubis einer insolventen Firma zu übernehmen.

„Keiner darf verloren gehen“, fordert derweil der SPD-Fraktionsvize im Landtag, Stefan Fulst-Blei. Die Bundesregierung schlage mit der Ausbildungsprämie den richtigen Weg ein. Aber: „Ob auch der vom Land ergriffene Maßnahmenkatalog dazu beitragen kann, die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu beheben, wird sich zeigen. Falls nicht, muss die Landesregierung rasch nachsteuern.“

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Erstellt:
18. Juni 2020, 14:10 Uhr

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