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Staatsanwalt: sieben Jahre Haft für Senioren-Bankräuber

dpa/lsw Hechingen. Ein 80 Jahre alter geständiger Serien-Bankräuber soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für sieben Jahre ins Gefängnis. Die Taten des Mannes seien so schwerwiegend, dass ein geringeres Strafmaß nicht angemessen wäre, sagte der Staatsanwalt am Donnerstag vor dem Landgericht Hechingen. Andererseits bestehe so auch die Möglichkeit, dass der Senior noch zu Lebzeiten wieder auf freien Fuß komme. Der 80-Jährige aus Kirchzarten bei Freiburg hatte zum Prozessauftakt gestanden, zwischen 2009 und 2019 mehrere Banken unter anderem in Villingen-Schwenningen und Rastatt überfallen zu haben. Anfang Mai wurde er nach einem Überfall in Balingen (Zollernalbkreis) verhaftet.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Sein Verteidiger nannte in seinem Plädoyer kein Strafmaß, sprach sich aber für einen kürzeren Zeitraum als die von der Staatsanwaltschaft geforderten sieben Jahre aus. Angeklagt waren zu Beginn des Prozesses sechs Taten, in zwei Fällen wurde das Verfahren jedoch eingestellt, weil sie im Vergleich zu den verbleibenden Taten nicht so stark ins Gewicht fallen. Der Mann ging bei seinen Überfällen immer nach einem ähnlichen Schema vor: Er betrat die Banken mit einer Bombenattrappe und überreichte den Mitarbeitern ein Schreiben, in dem er Geld forderte. In drei Fällen kamen die Angestellten dem nach.

Das Verfahren hat Seltenheitswert: Laut Landeskriminalamt lag der Anteil der über 60-jährigen Verdächtigen bei Raubdelikten in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren zwischen 1 und 2 Prozent. Der Staatsanwalt sagte, ihm sei kein Fall bekannt, in dem ein Täter im Alter von 70 Jahren angefangen habe, Banküberfälle zu begehen.

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Erstellt:
24. Oktober 2019, 11:58 Uhr

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