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Stuttgart 21 zu klein? Bahn widerspricht

dpa/lsw Stuttgart. Die Bahn erwartet am künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof keine Probleme mit dem geplanten „Deutschland-Takt“. Sie widersprach am Dienstag „mit Nachdruck“ einem SWR-Bericht, wonach die acht Gleise dafür nicht ausreichten. „Die Leistungsfähigkeit wurde sowohl durch den sogenannten Stresstest als auch mit einer jüngst durchgeführten Eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchung bestätigt“, teilte ein Sprecher mit.

Die Baustelle des milliardenschweren Bauprojekts Stuttgart 21, aufgenommen aus der Luft (Flugzeug). Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild

Die Baustelle des milliardenschweren Bauprojekts Stuttgart 21, aufgenommen aus der Luft (Flugzeug). Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild

Hinter dem „Deutschland-Takt“ steckt ein grundlegend neues System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen, mit dem die Bundesregierung das Zugfahren pünktlicher, schneller und verlässlicher machen will. Der SWR hatte zuvor berichtet, dass der neue Tiefbahnhof, der im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart 21 gebaut wird, zu wenige Gleise habe, um zum Beispiel den geplanten 30-Minuten-Takt auf wichtigen Verkehrsachsen zu ermöglichen. Das gehe aus dem sogenannten Zielfahrplan 2030 hervor. Gegner des Projekts hatten dies zuvor schon wiederholt kritisiert.

Die Bahn wiederum betonte, die Kapazität des Bahnhofs sei geprüft und bestätigt worden. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, es sei klar, dass ein Bahnhof, der vorher geplant worden sei, nur bedingt in solch ein Konzept passe. Für die Verdopplung des Verkehrs, von der Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) spreche, sei er nicht leistungsfähig genug. „Und deswegen ist dringend nötig, dass man schaut, nachdem die falsche Grundsatzentscheidung gefallen und auch nicht mehr rückholbar ist, was man noch korrigieren kann“, betonte er. Es sei zu prüfen, durch welche Infrastrukturergänzungen man den Stuttgarter Knoten leistungsfähiger machen könne, so dass möglichst vielen Relationen des Deutschland-Taktes gefahren werden könnten.

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Erstellt:
18. Juni 2019, 18:46 Uhr

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