Stuttgarter AfD vermisst Geld

Der Landesvorstand greift hart durch. Der gesamte Kreisvorstand wird abberufen, mit sofortiger Wirkung.

Von red/dpa/lsw

Stuttgart - Wegen finanzieller Ungereimtheiten hat der Landesvorstand der AfD den kompletten Vorstand des Kreisverbands Stuttgart abberufen. Grund seien „erhebliche organisatorische und finanzielle Klärungsbedarfe“, teilte der Landesvorstand in Stuttgart mit.  39 200 Euro sollen auf dem Konto im Kreisverband Stuttgart verschwunden sein. Es habe „merkwürdige Überweisungen“ gegeben. Demnach informierte der Kreisvorstand die Polizei.

Dem Kreisvorstand wird intern vorgeworfen, dass niemand das Parteikonto laufend kontrolliert habe. Man habe zunächst nach Aufkommen der Ungereimtheiten auf die Mitwirkungspflicht des Kreisvorstands gesetzt. Der Kreisvorstand sei dem aber zu zögerlich nachgekommen, hieß es. Der Kreisvorstand war zunächst aber nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Maßnahme ist ein ungewöhnlich drastischer Eingriff. „Der Landesvorstand ist verpflichtet, Schaden vom Kreisverband, von der Partei und auch von den beteiligten Personen abzuwenden“, teilten die Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier und Emil Sänze mit. „Deshalb war eine klare und sofortige Entscheidung erforderlich.“ Zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des Kreisverbandes wurde nun ein Notvorstand eingesetzt, die formale Bestätigung soll auf dem nächsten Landesparteitag im Juni erfolgen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden aufgefordert, sämtliche Unterlagen, Zugänge und Daten bis spätestens 4. Mai vollständig zu übergeben.

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Erstellt:
1. Mai 2026, 22:06 Uhr
Aktualisiert:
2. Mai 2026, 00:01 Uhr

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