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Todesdrohungen gegen Schüler: Polizeieinsatz in Pforzheim

dpa/lsw Pforzheim. Ein minderjähriger Schüler droht in einem Chat, einen Mitschüler und dessen Freunde zu töten. Die Polizei rückt an, der Unterricht fällt aus.

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel steht am Straßenrand. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel steht am Straßenrand. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Todesdrohungen eines Schülers haben am Mittwoch in Pforzheim einen umfangreichen Polizeieinsatz verursacht. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben in der Nacht zu Mittwoch Kenntnis über Drohungen und Beleidigungen des Minderjährigen erhalten. In einem Chat drohte er demnach, einen 12-jährigen Mitschüler und dessen Freunde zu töten. Der Unterricht fiel daraufhin aus und die Polizei sperrte das Schulgelände ab. Nachdem alle Räume durchsucht waren, gab es am späten Vormittag Entwarnung. Es sei nichts gefunden worden, sagte ein Sprecher, es habe keine Gefahr bestanden.

90 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz. Die Kinder der Grundschule wurden in einer Sporthalle betreut, die Schüler der Realschule durften nach Hause gehen. Neben zahlreichen bewaffneten Polizisten waren auch Rettungsdienste im Einsatz. Der Urheber habe die Drohungen danach eingeräumt, so die Polizei. Nach bisherigen Ermittlungen handelte es sich um einen üblen Scherz. Dem Kind sollen die weitreichenden Folgen seines Handelns nicht bewusst gewesen sein.

Betroffen von den Maßnahmen der Sicherheitskräfte waren rund 620 Realschüler, 330 Grundschüler und 70 Lehrkräfte.

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Erstellt:
13. November 2019, 18:46 Uhr

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