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Ohne Anastacia: Freiburg mit Chance auf Europa in München

dpa/lsw Freiburg. Freiburg kämpft noch um Europa, die Bayern haben den Titel schon sicher. SC-Trainer Christian Streich erwartet die Münchner am Samstag dennoch ehrgeizig. Die Ausgangsposition erinnert an ein besonderes Spiel vor drei Jahren.

Freiburgs Trainer Christian Streich. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild-Pool/dpa/Archivbild

Freiburgs Trainer Christian Streich. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild-Pool/dpa/Archivbild

Anastacia bleibt Christian Streich diesmal erspart. Zwar ähnelt die Ausgangssituation vor dem Gastspiel des SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) der vor drei Jahren, als die Sängerin im Münchner Stadion auftrat. Wie 2017 haben die Badener noch Chancen auf Europa und die Bayern die Meisterschaft schon sicher. Doch wegen der Corona-Krise und der Geisterspiele „wird es diesmal völlig anders sein“, sagte Streich am Donnerstag.

Im Mai 2017 wurde die vorzeitige Meisterschaft der Münchner mit viel Prominenz und einem Auftritt von Anastacia in der Halbzeitpause gefeiert. Durch den anschließenden Bühnenabbau gab es zum Ärger der Freiburger Verzögerungen. Nun wird es vor leeren Rängen keine ähnlich pompöse Party geben. An die Geisterspiele hat sich Streich inzwischen gewöhnt. Er wisse aber „nicht, wie eine Feier ohne Zuschauer aussehen soll“, sagte der 55-Jährige.

Der Fokus liege derzeit ganz auf dem Sport. Auch für die Münchner, vermutet Streich. Er rechnet nicht damit, dass sie ihre Meister-Party nach dem entscheidenden 1:0-Sieg in Bremen am Dienstag allzu sehr geschlaucht hat. „Ich denke nicht, dass ihnen das noch in den Knochen hängt. Die haben wieder Bock zu spielen als Meister und wollen nicht gegen uns daheim verlieren, dazu sind sie zu professionell und zu ehrgeizig.“ Er beglückwünschte die Bayern zum erneuten Titel, und er könne „nur den Hut ziehen“ vor deren konstanten Leistungen über viele Jahre. „Ich freue mich persönlich für Hansi, weil er Großartiges geleistet hat in den Monaten, seit er in dieser Position ist, und auch vorher“, sagte Streich über Bayern-Chefcoach Hansi Flick.

Um beim Meister zu bestehen und die Chance auf einen internationalen Startplatz aufrecht zu erhalten, müsse seine Mannschaft „in München bereit sein zu leiden und mit viel Energie und Leidenschaft“ auftreten. Vor drei Jahren endete die Partie mit 4:1 für die Bayern. Die Freiburger durften sich zwar trotzdem über die Europa League freuen, scheiterten aber in der Qualifikation.

Im Gegensatz zu seinen Trainerkollegen habe er „keine Berechnungen angestellt“, was für den SC in dieser Saison noch möglich ist, sagte Streich jetzt. Dass Hoffenheim durch einen 3:1-Sieg in Augsburg am Mittwoch in der Tabelle an den Freiburgern vorbeigezogen ist, und als Siebter einen Platz vor dem SC steht, habe er nicht am Fernseher verfolgt. „Ich habe kein Fußball geschaut, dass kommt bei mir auch mal vor“, erklärte Streich, „ich habe es nur gehört von meinem Sohn, der hat mir die Ergebnisse gemeldet.“

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Erstellt:
18. Juni 2020, 14:21 Uhr

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