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Unternehmer Klaus Fischer: Digitalpakt unzureichend

dpa/lsw Waldachtal. Der Unternehmer Klaus Fischer wirft der Politik schwere Versäumnisse bei der Digitalisierung vor. Der Digitalpakt von Bund und Ländern sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, kritisierte der Mittelständler aus dem Nordschwarzwald, der unter anderem Befestigungssysteme wie Dübel herstellt. Die zugesagten fünf Milliarden Euro seien für jede der rund 40 000 Schulen in Deutschland 120 000 Euro. „Damit werden Symptome behandelt, aber nicht die Ursachen.“

Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe fischer. Foto: Uli Deck/Archivbild

Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe fischer. Foto: Uli Deck/Archivbild

Mit Geld alleine werde der digitale Wandel ohnehin nicht gelingen, ist Fischer sicher. Das sei kürzlich auch auf einem Abiturientenforum mit 200 Schülern aus sieben Gymnasien in seinem Unternehmen deutlich geworden. Von den sieben Gymnasien sei nur eines an das Breitbandnetz angeschlossen.

„Was nützen neue Laptops, Tablets und Whiteboards, wenn die Schulen sie nicht im schnellen Internet nutzen können?“, sagte der 69-Jährige. „Dann verstauben sie in der Ecke.“ In vielen Schulen seien die Lehrer nicht so ausgebildet, dass sie die Schüler auf dem Weg der Digitalisierung unterrichten könnten. „Hier steht ganz klar die Bildungspolitik in der Verantwortung.“

Fischer kündigte an, selbst aktiv zu werden: Mit Beginn des neuen Schuljahres werde er Schüler, Lehrer und Wissenschaftler an einen Tisch bringen, um Maßnahmen zu vereinbaren, wie die nachfolgende Generation für die Digitalisierung fit gemacht werden kann.

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Erstellt:
30. Juli 2019, 05:51 Uhr

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