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Verband beklagt Mangel an Bewerbern für Bürgermeister-Amt

dpa Berlin. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) beklagt, dass kleine Gemeinden immer schwerer Bürgermeister-Kandidaten finden. Die Herausforderungen würden größer, das gesellschaftliche Klima werde rauer, persönliche Attacken und Hassmails nähmen zu, sagte ein Sprecher des kommunalen Spitzenverbands.

Der Schriftzug "Rathaus" steht an der der Außenfassade des Rathauses. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Der Schriftzug "Rathaus" steht an der der Außenfassade des Rathauses. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Bürgermeister sind demnach neben dem Tagesgeschäft mehr und mehr Krisenmanager und immer komplizierteren rechtlichen Anforderungen ausgesetzt. Bürger seien immer weniger bereit, Entscheidungen zu akzeptieren, sondern wollten ihr vermeintliches Recht mit Anwalt oder Bürgerinitiative durchsetzen, sagte der Sprecher.

Zudem nehmen persönliche Attacken auf Bürgermeister zu: In einer Umfrage in der DStGB-Zeitschrift „Kommunal“ gaben 20,4 Prozent der mehr als 1000 befragten Ortsoberhäupter an, Hass-Mails bekommen zu haben oder verbal bedroht worden zu sein. Fast zwei Prozent berichteten von körperlichen Angriffen. Vor eineinhalb Wochen hatte die Bürgermeisterin im sächsischen Arnsdorf nach monatelanger Hetze ihre vorzeitige Versetzung in den Ruhestand beantragt.

In größeren Städten gibt es laut DStGB keinen Mangel an Kandidaten. Betroffen seien vor allem Kommunen, wo der Posten ein echtes Ehrenamt sei, sagte der Sprecher. Dass sich gar kein Kandidat finde, komme aber selten vor. Meistens löse sich die Personalnot bis zum Wahltermin in Wohlgefallen auf.

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Erstellt:
2. Dezember 2019, 07:57 Uhr

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