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Verband kontra Waschmittelwerbung: OLG-Prozess beginnt

dpa Frankfurt/Main. Der Hersteller Procter & Gamble will plastikverpackte Proben seines Waschmittels „Ariel Pods“ nicht weiter per Postwurfsendung verteilen. Das kündigte der Konzern am Donnerstag an, nachdem er vor dem Oberlandesgericht Frankfurt eine Berufung gegen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zurückgezogen hatte. Damit wird das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Frankfurt rechtskräftig, das im vergangenen August die Verteilung der bunten Gratis-Kapseln untersagt hatte.

Die Göttin Justitia thront im Gegenlicht auf einem Brunnen. Foto: Arne Dedert/dpa

Die Göttin Justitia thront im Gegenlicht auf einem Brunnen. Foto: Arne Dedert/dpa

Die Verbraucherschützer hatten in ihrer Klage dargelegt, dass flüssiges Waschmittel als „Sondermüll“ gelte und deshalb nicht im gewöhnlichen Hausmüll entsorgt werden dürfe. Das Trennen aber sei den Verbrauchern nicht zumutbar. Das Mittel könne zudem in die Hände von Kindern geraten. Diese Art von Werbung sei eine unzumutbare Belästigung von Verbrauchern.

Procter & Gamble bezeichnete die Rücknahme der Berufung als „strategische Entscheidung“. Man suche nun nach neuen Wegen, um Verbrauchern den kostenlosen Test zu ermöglichen. Insbesondere werde auch versucht, in Bemusterungsaktionen weniger Plastik zu verwenden. Die Zentrale der deutschen Tochter des US-Konzerns befindet sich in Schwalbach am Taunus.

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Erstellt:
24. Oktober 2019, 12:16 Uhr

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