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Vor Rommels 75. Todestag: Debatte über Rolle im NS-Regime

dpa/lsw Ulm. Vor dem 75. Todestag von Erwin Rommel am 14. Oktober ist in dessen schwäbischer Heimatregion eine Debatte über die Vorbildfunktion des einstigen Generalfeldmarschalls der Wehrmacht entflammt. Gewerkschafter, die Partei Die Linke und der Verein „Gegen Vergessen - Für Demokratie“ fordern die Umbenennung der Erwin-Rommel-Straße in Aalen. „In einer Demokratie sollte es selbstverständlich sein, Nationalsozialisten und ihre Profiteure, zu denen Rommel schon aufgrund seiner herausragenden Funktion gehörte, in keiner Weise zu ehren“, heißt es in einer Erklärung des Vereins.

Josef Mischko, DGB-Kreisvorsitzender, rüttelt an einem Straßenschild der Erwin-Rommel-Straße. Fo. Foto: Stefan Puchner/dpa

Josef Mischko, DGB-Kreisvorsitzender, rüttelt an einem Straßenschild der Erwin-Rommel-Straße. Fo. Foto: Stefan Puchner/dpa

Rommel ist in Aalen, rund 70 Kilometer östlich von Stuttgart, aufgewachsen. Der Gemeinderat will nach öffentlichen Diskussionsveranstaltungen über einen Antrag entscheiden, die dortige Rommel-Straße künftig nach dessen 2013 gestorbenem Sohn zu benennen. Manfred Rommel war als CDU-Bürgermeister Stuttgarts hoch angesehen.

In Erwin Rommels Geburtsstadt Heidenheim an der Brenz prüft der Gemeinderat derweil, ob das 1961 vom Verein „Deutsches Afrikakorps“ für den „Wüstenfuchs“ errichtete Denkmal verändert werden sollte. Oberbürgermeister Bernhard Ilg (CDU) unterstützt nach eigenen Angaben einen Vorschlag, davor eine Skulptur aufzustellen, die an Opfer von Landminen erinnert. Rommel hatte einst in Nordafrika unzählige Minen vergraben lassen.

Eine Umbenennung der Rommel-Kaserne in Dornstadt bei Ulm ist hingegen nicht vorgesehen, wie eine Sprecherin des Bundesministeriums der Verteidigung mitteilte. Für die Bundeswehr sei Rommel unter anderem aufgrund einer gewissen Nähe zum militärischen Widerstand gegen Hitler weiter „sinn- und traditionsstiftend“.

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Erstellt:
10. Oktober 2019, 06:51 Uhr

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