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Messerattacke aus Geltungssucht? Prozess gegen Häftling

dpa/lsw Mosbach. Aus heiterem Himmel hat ein 20 Jahre alter Gefangener einen Beamten in der Justizvollzugsanstalt Adelsheim mit einem Messer angegriffen. Seit Donnerstag muss er sich unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Mosbach verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Asylbewerber aus Afghanistan die Tat aus Geltungssucht verübte. Damit habe der in der Gefängnishierarchie unten stehende Insasse vermutlich die Anerkennung seiner Mithäftlinge erwerben wollen. Es gab laut Anklage keine Vorgeschichte zu der Tat vor einem Jahr.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Bei der Ausgabe des Abendessens hatte der wegen einer Körperverletzung verurteilte Mann Mitte Juni 2019 mit einem Buttermesser auf einen damals 36-Jährigen eingestochen. Das Opfer erlitt Stich- und Schnittverletzungen an Hals, Kopf und Rücken. Laut Anklage hatte der Beschuldigte die Absicht, den Beamten zu töten. Der ist von dem Angriff gezeichnet: Bis heute ist er wegen der psychischen Folgen der Tat dienstunfähig.

Ein weiterer damals 29-jähriger Beamter wurde am Knie verletzt, als er den Angreifer auf den Boden rang. Deshalb muss sich der Afghane vor dem Gericht im Neckar-Odenwald-Kreis unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor der Großen Jugendkammer verantworten.

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Erstellt:
2. Juli 2020, 02:45 Uhr

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