Wetter

Weiter extreme Hitze - und hohe Sonnenbrandgefahr

Sonnencreme nicht vergessen: Der Tag wird nicht nur heiß, auch mit sehr hohen UV-Strahlungswerten ist zu rechnen. Besonders Kinder sollten gut geschützt werden.

Wassernebel zur Abkühlung: Nicht nur in Hamburg ist jede Hitzepause willkommen.

© Marcus Brandt/dpa

Wassernebel zur Abkühlung: Nicht nur in Hamburg ist jede Hitzepause willkommen.

Von dpa

Berlin - Das Wetter bleibt schweißtreibend in Deutschland. Extreme Hitze im Westen und Südwesten, die sich nach Norden hin ausbreitet, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nicht nur für heute voraus. Im Norden liegen die Höchstwerte demnach bei 27 bis 34 Grad, im Rest des Landes werden 32 bis 39 Grad erwartet. Einzig über dem südlichen Bergland seien vereinzelt kräftige Gewitter möglich, hieß es - ansonsten bleibe es heiter und teils sonnig. 

Tückisch ist dabei die nicht direkt spürbare UV-Strahlung. Am Mittwoch und Donnerstag werden die bislang höchsten Indexwerte des Jahres erwartet, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilte. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 ("extrem"). Der UV-Index-Wert gibt an, welche Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen Strahlung am Boden erwartet werden.

Besonders Kinder müssen geschützt werden

Aktuell hätten die Sonnenstrahlen einen kurzen Weg durch die Atmosphäre, erklärte das BfS. Zudem sei mit wenig schützendem Ozon in der Atmosphäre über Deutschland zu rechnen. Ab einem Indexwert von 3 sei UV-Schutz angebracht - besonders Kinder müssten geschützt werden: "Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erhöhen das Risiko für UV-bedingte Erkrankungen von Haut und Augen im späteren Leben."

Weil aufgrund der Hitze vielerorts der Wasserverbrauch in die Höhe geschnellt ist, rufen Versorger und Städte zu sparsamer Nutzung auf. In mehreren Regionen wird davon abgeraten, den Pool zu befüllen oder den Rasen zu bewässern. Kommunale Aufrufe zum Wassersparen gibt es unter anderem in Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. 

Eigenes "Hydrieren" sei aber angebracht, heißt es von den Stadtwerken in München: "Bei diesem Wetter ist viel Trinken ratsam, vor allem Trinkwasser als kalorienfreier Durstlöscher."

Am Freitag sind bis zu 40 Grad möglich

Der Hitzerekord für den Monat Juni wird dann womöglich am Freitag gebrochen, wenn die Temperaturen auf bis zu 40 steigen können. Vor allem im Westen und Südwesten der Republik könnte die Marke geknackt werden, wie eine DWD-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der bisherige Rekord für den Monat Juni wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 39,6 Grad gemessen. Der insgesamt höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen wurde nur knapp vier Wochen später, am 25. Juli 2019, mit 41,2 Grad in Tönisvorst und Duisburg-Baerl registriert.

Noch heißer könnte es am Samstag werden. Der DWD erwartet dann Höchstwerte zwischen 35 und 41 Grad. Lediglich im äußersten Norden soll es etwas angenehmer bleiben.

Gleichzeitig steigt die Gewittergefahr. Bereits am Freitag könnte es laut Wetterdienst im Westen und Südwesten gegen Nachmittag und Abend zu einzelnen Schauern und Gewittern kommen. Lokal bestehe dann Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel.

Am Samstag sind im Westen und Nordwesten vereinzelt kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Auch im Mittelgebirgsraum schließen die Meteorologen einzelne kräftige bis unwetterartige Gewitter nicht aus.

Öffentliche Wasserspender wie hier in Berlin bieten wichtige Erfrischung.

© Jens Kalaene/dpa

Öffentliche Wasserspender wie hier in Berlin bieten wichtige Erfrischung.

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Erstellt:
24. Juni 2026, 05:10 Uhr

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