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Werteunion-Chef bei Wiederwahl zu Parteiamt gescheitert

dpa Berlin. Der Chef der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, hat sein Amt als Beisitzer im baden-württembergischen CDU-Kreisverband Rhein-Neckar verloren. Er sei schon bei den vergangenen beiden Wahlen nur äußerst knapp gewählt worden, sagte Mitsch am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Wahl war am Samstag. „Viel wichtiger als mein Posten im Kreisvorstand ist aber, dass die Mitgliederzahl der Werteunion unverändert schnell wächst.“ Aktuell gebe es etwa 3300 Mitglieder nach 1200 zum Jahresanfang.

Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der WerteUnion spricht zu Anwesenden. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der WerteUnion spricht zu Anwesenden. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Werteunion ist keine offizielle Vereinigung der CDU - Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist gegen eine Zersplitterung ihrer Partei in unterschiedliche Flügel. Mitsch und seine Mitstreiter haben sich als Kritiker der Migrationspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervorgetan. Ihr prominentestes Mitglied ist der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen.

Mitsch betonte nach einem entsprechenden Beschluss der Jungen Union (JU) vom Freitag, die Werteunion habe die Debatte über die Urwahl des künftigen Unions-Kanzlerkandidaten erfolgreich auf den Weg gebracht. „Insofern bin ich hoch motiviert und kann zukünftig meine ganze Kraft für die Werteunion und die Politikwende einsetzen.“

Mitsch sagte, es handele sich bei dem Scheitern seiner Wiederwahl „um einen normalen Prozess des Machterhalts des CDU-Polit-Establishments“. Seine Gruppierung habe inzwischen eine Größe erreicht, bei der sie von der Parteiführung bekämpft werde. „Ausgrenzen von bekennenden Konservativen ist jedoch keine Lösung, die die CDU weiterbringen wird.“ Der Werteunion werde das vielmehr weiteren Zulauf bringen und deren Bedeutung langfristig erhöhen.

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Erstellt:
14. Oktober 2019, 05:05 Uhr

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