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„Wirtschaftsweise“ Feld warnt vor Corona-Bonds

dpa München. Der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, hat vor gemeinsamen europäischen Anleihen gewarnt. „Gesamtschuldnerische Haftung müssen wir in Europa vermeiden“, sagte der Freiburger Professor am Freitag dem Bayerischen Rundfunk. Die von Frankreich, Italien und Spanien geforderten Corona-Bonds „sind für mich ein Instrument aus der Mottenkiste“.

Lars Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Lars Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Mit Corona-Bonds würden Staaten sich gemeinsam Geld an Finanzmärkten leihen und dann gemeinschaftlich für Zinsen und Rückzahlung haften. Der „Wirtschaftsweise“ sagte, eine Staatsschuldenkrise als zweiter Schock nach der Corona-Krise müsse auf jeden Fall vermieden werden. Aber das könne auch mit anderen Instrumenten geschehen, etwa mit dem ESM-Schutzschirm.

Für die deutsche Wirtschaft zeigte sich Feld optimistisch, wenn man nach Ostern Schritt für Schritt wieder zur Normalität zurückkehren würde. Je länger die Ausnahmesituation dauere, desto schlimmer werde es aber für die Wirtschaft.

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Erstellt:
3. April 2020, 08:47 Uhr

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