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Wissenschaftler grenzen Masse von Neutrinos weiter ein

dpa/lsw Eggenstein-Leopoldshafen. Einer Wissenschaftlergruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, die Masse von Neutrinos genauer als je zuvor zu bestimmen. Den ersten Ergebnissen des Katrin-Experiments („Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment“) zufolge beträgt diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent weniger als ein Elektronenvolt (eV). Das sei im Vergleich zu früheren Messungen eine Verbesserung der Genauigkeit um den Faktor zwei, teilte das KIT am Montag mit. Die Masse eines Neutrinos sei damit mindestens 500 000 mal kleiner als die eines Elektrons. Neben den masselosen Photonen sind Neutrinos die häufigsten Teilchen im Universum.

Der 200 Tonnen schwere Hauptspektrometer des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments (Katrin) ist zu sehen. Foto: Uli Deck/Archiv

Der 200 Tonnen schwere Hauptspektrometer des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments (Katrin) ist zu sehen. Foto: Uli Deck/Archiv

Im vergangenen Jahr hatte das Katrin-Experiment mit der genauesten Waage der Welt nach 15 Jahren Bauzeit unter Beteiligung von 20 Instituten aus 7 Ländern mit den Messungen begonnen. Von Erkenntnissen über die Masse der Neutrinos versprechen sich Physiker Rückschlüsse über die Entstehungsgeschichte der Welt. Die auch als Geisterteilchen bezeichneten Neutrinos sind überall.

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Erstellt:
16. September 2019, 12:47 Uhr

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