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Wohnungsbauverband: Druck auf Grundstücksbesitzer angemessen

dpa/lsw Stuttgart. Der Verband der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften hält staatlichen Druck bei der Vergabe von Grundstücken für den richtigen Weg. „Wir haben kein Verständnis für das „Aufbewahren“ von Grundstücken - entweder als sogenannte Enkelgrundstücke oder weil die Eigentümer damit rechnen, dass die Bodenpreise noch weiter steigen“, sagte der Vorsitzende des Verbands baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Peter Bresinski, am Mittwoch in Stuttgart. Es brauche Flächen, um mehr bauen zu können.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) will Grundstückseigner zum Verkauf an die Stadt zwingen, wenn sie diese nicht bebauen. Auf diese Weise soll Platz für neue Wohnungen geschaffen werden. „Wir würden begrüßen, wenn die Politik im Sinne der Flächenbebauung Instrumente wie das Baugebot aktiver nutzen würde. Tübingen kann dafür ein Vorbild sein“, sagte die Verbandsdirektorin Iris Beuerle. Die im VBW organisierten Baugesellschaften und Genossenschaften bauen knapp im Schnitt 3700 bis 4000 neue Wohnungen im Jahr. Wegen der hohen Baukosten waren die Investitionen auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen.

Zum Fall Eventus wollte sich der Verband nicht äußern. Der VBW hatte jüngst Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart gegen die Veröffentlichung eines Gutachtens eingelegt, in dem seine Rolle in dem Fall beleuchtet wird. Der Verband beaufsichtigte die insolvente Wohnbaugenossenschaft, deren Chef von Mitgliedern Millionen für teils fingierte Projekte einsammelte. Er wurde wegen Betrugs verurteilt.

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Erstellt:
15. Mai 2019, 12:57 Uhr

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