Wolf auf Wildkamera in Kirchberg an der Murr abgelichtet

Nach aktuellem Stand ist es ein durchziehender Einzelwolf.

Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg handelt es sich gesichert um einen Wolf. Archivfoto: AB Photography/Adobe Stock

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Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg handelt es sich gesichert um einen Wolf. Archivfoto: AB Photography/Adobe Stock

Kirchberg an der Murr. Am 7. und 8. August wurde ein Wolf im Raum Kirchberg von einer Wildkamera erfasst, wie das Kreisforstamt mitteilt. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg hat bestätigt, dass es sich gesichert um einen Wolf handelt. Nach aktueller Kenntnis ist es ein durchziehender Einzelwolf. Ob es sich bei diesem Wolf um dasselbe Tier handelt, das Ende Juli in Plüderhausen gesichtet wurde, kann anhand der Bildaufnahmen nicht nachgewiesen werden, kann jedoch auch nicht ausgeschlossen werden. „Solche Tiere legen auf ihren Wanderungen teilweise mehrere hundert Kilometer zurück und halten sich in der Regel nicht dauerhaft in einem Gebiet auf“, heißt es aus dem Kreisforstamt. Für die Bevölkerung bestehe daher aktuell kein Anlass zur Besorgnis und auch kein besonderer Handlungsbedarf. Angriffe frei lebender Wölfe auf Menschen seien in Deutschland äußerst selten, da die Tiere den Kontakt zu Menschen meiden.

Forstdezernent Gerd Holzwarth rät Waldbesuchenden grundsätzlich: „Verhalten sie sich bitte umsichtig und respektvoll gegenüber allen Wildtieren. Halten Sie Abstand und nähern sie sich ihnen nicht oder bedrängen sie gar. Bleiben sie auf den ausgewiesenen Wegen und beachten sie die Ruhezeiten des Wildes. Beachten sie die Leinenpflicht für Hunde in Schutzgebieten und füttern sie Wildtiere nicht. Lassen Sie keine Speisereste liegen, damit die Wildtiere nicht angelockt werden und ihre natürliche Scheu verlieren.“

Wer Hinweise auf einen Wolf in der Region hat, kann sich an die Wildtierbeauftragten des Landkreises wenden

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Mit durchziehenden Wölfen muss grundsätzlich überall in Baden-Württemberg gerechnet werden. Derzeit sind im Schwarzwald beispielsweise vier männliche Wölfe sowie ein Wolfspaar bestätigt. Auch im Rems-Murr-Kreis wurde im April 2024 im Raum Rudersberg ein Wolfsnachweis erbracht. Damals bestätigte die FVA anhand genetischer Untersuchungen, dass ein Wolf für den Riss eines Schafes verantwortlich war. Zuletzt wurde zudem eine Wildkameraaufnahme vom 25. Juli aus dem Raum Plüderhausen von der FVA als sicherer Nachweis eines Wolfes eingestuft. Im Frühjahr 2026 wurden nach gemeldeten Rehrissen im Raum Murrhardt ebenfalls mögliche Hinweise auf einen Wolf überprüft. Die genetische Untersuchung ergab jedoch, dass die Risse eindeutig von einem Hund stammen.

Wer einen Wolf im Rems-Murr-Kreis beobachtet, Hinweise auf dessen Anwesenheit hat oder ein gerissenes Wildtier findet, kann sich an die Wildtierbeauftragten des Landkreises, Hannah Held und Dominic Hafner, telefonisch unter 07151/501-4369 oder per Mail an forst@rems-murr-kreis wenden. Weitere Informationen zum Wildtiermanagement und zum Wolf gibt es auf der Homepage des Wildtierportals Baden-Württemberg sowie auf der Homepage der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. pm

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Erstellt:
12. August 2026, 09:55 Uhr

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