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Zahl der Adoptionen im Südwesten auf Rekordtief

dpa/lsw Stuttgart. Die Zahl der Adoptionen im Südwesten ist auf ein Rekordtief gesunken. Im Jahr 2018 wurden 486 Kinder von Einrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg vermittelt - so wenige, wie noch nie seit Erhebungsbeginn in den 1960er Jahren. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Im Jahr 2017 waren es 512 Mädchen und Jungen gewesen. Laut einer Sprecherin des Landesamtes lag die Zahl in den 1960ern noch bei mehr als 1000 Adoptionen im Jahr.

Die Hände eines Paares und eines Kindes liegen auf einem Tisch (gestellte Szene). Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Die Hände eines Paares und eines Kindes liegen auf einem Tisch (gestellte Szene). Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Den Rückgang erklären die Statistiker damit, dass immer weniger Menschen bereit seien, ein Kind aufzunehmen. Die Zahl der Bewerber halbierte sich seit 2003 nahezu - während die Zahl der Kinder, die auf Adoptiveltern warteten, nicht sank.

38 Prozent der adoptierten Kinder im vergangenen Jahr hatten den Angaben zufolge ihr drittes Lebensjahr noch nicht erreicht. Zu einem Großteil - in 333 Fällen - wurden die Kinder vom Partner eines leiblichen Elternteils adoptiert. Während Kinder unter drei Jahren in beinahe gleichen Anteilen durch Menschen aus der Familie und durch Nicht-Verwandte aufgenommen wurden, überwog bei älteren Kindern der Anteil der Adoptiveltern aus Familienkreisen deutlich.

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Erstellt:
13. August 2019, 14:23 Uhr

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