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Zalando will stärker gegen Rassismus vorgehen

dpa Berlin. Wurden Bilder schwarzer Models aus rassistischen Motiven retuschiert? Das ist offenbar nicht geschehen. Doch der Modekonzern Zalando will unterschwelligem oder offenem Rassismus jetzt klare Grenzen setzen.

Ein Paket des Modehändlers Zalando auf einem Paketförderband. Foto: Bodo Marks/dpa

Ein Paket des Modehändlers Zalando auf einem Paketförderband. Foto: Bodo Marks/dpa

Der Modehändler Zalando verstärkt sein Vorgehen gegen Rassismus im Unternehmen. Die mehr als 13.000 Mitarbeiter sind aufgerufen, jeglichen Verstoß gegen den konzerneigenen Ethikkodex zu melden. „Rassismus hat bei Zalando keinen Platz“, sagte Mitgründer Robert Gentz am Donnerstag.

Der Berliner Online-Händler hatte Vorwürfe eines früheren Mitarbeiters durch eine Anwaltskanzlei untersuchen lassen. Sie ging zum Beispiel der Frage nach, ob in den Studios Bilder schwarzer Models aus rassistischen Motiven retuschiert wurden. „Die Untersuchung hat die Kernvorwürfe nicht bestätigt“, teilte Zalando mit. Folglich sehe man von disziplinarischen Maßnahmen ab.

Allerdings habe es Einzelfälle gegeben, in denen Mitarbeiter „diskriminierende oder unsensible Sprache“ verwendet hätten. Hinzu kämen sechs Fälle sogenannter Mikroagression - Kommentare oder Handlungen, durch die unterschwellig oder unbeabsichtigt Vorurteile zum Ausdruck kommen.

Ein umfassender Maßnahmenkatalog sieht nun unter anderem vor, dass alle Mitarbeiter Anti-Diskriminierungs- und Kommunikationstrainings belegen. Es soll auch Sprach-Leitfäden geben. Zalando will außerdem stärker in Marken investieren, deren Gründer unterrepräsentierten Gruppen angehören.

© dpa-infocom, dpa:200820-99-240399/2

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Erstellt:
20. August 2020, 13:32 Uhr

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