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ZKM-Chef als Künstler - Große Schau über Peter Weibel

dpa/lsw Karlsruhe. Der Betrachter unter Beobachtung eines Riesen-Auges, mit den Füßen des Besuchers getretenes Recht und der Künstler als Hund an der Leine: Den bislang umfassendsten Überblick über das Schaffen des Medienkünstlers Peter Weibel zeigt das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Die Ausstellung „respektive Peter Weibel“ stellt von diesem Samstag an den langjährigen ZKM-Chef als Aktions-, Video-, Sound- und Fotokünstler vor; aber auch als Theoretiker und Wissenschaftler, der mit Sprache, Bildern und den Medien experimentiert. Bis zum 8. März nächsten Jahres sind rund 400 Werke zu sehen, von seinen Anfängen in den 1960er Jahren bis heute.

Peter Weibel, Künstler und Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM). Foto: Uli Deck

Peter Weibel, Künstler und Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM). Foto: Uli Deck

Ob politisches Statement, visuelle Poesie oder Dekonstruktion der medialen Wirklichkeit: „Die Heterogenität zeichnet sein Werk aus“, so Judith Bihr, eine der drei Kuratoren der Schau. Und ein roter Faden, der sich durch sein Werk zieht: Der Unterschied zwischen medialer und wirklicher Realität sowie das Spiel mit dem Betrachter.

Anlass der Schau sind gleich drei Jubiläen: Das ZKM feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, Weibel seinen 75. Geburtstag, und er ist seit 20 Jahren ZKM-Chef. „Das ist eine gute Gelegenheit, zu zeigen, wer ich eigentlich bin“, sagte Weibel am Donnerstag bei der Vorbesichtigung. Bis Ende 2020 läuft sein schon verlängerter Vertrag. Was danach passiert, ist offen. Weibel selbst sagte: „Ich würde gerne weitermachen.“ Das in den Hallen einer ehemaligen Munitionsfabrik untergebrachte ZKM wurde 1989 von Stadt und Land als Zentrum gegründet, das Medienkunst präsentiert und entwickelt und das Verhältnis von Kunst und Medien hinterfragt.

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Erstellt:
26. September 2019, 13:49 Uhr

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