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Zoll pfändet Bus: Reisende müssen umsteigen

dpa/lsw Wangen im Allgäu. Weil ein Reiseunternehmer seine Steuerschulden nicht beglichen hat, ist sein Bus auf der Autobahn 96 bei Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) gepfändet worden. Die sechs Passagiere, die aus der Schweiz Richtung Osteuropa unterwegs waren, mussten aussteigen und reisten mit Shuttles weiter an ihr Ziel, wie ein Sprecher des Zolls am Donnerstag mitteilte. Auch der Busfahrer wurde am Dienstagabend von einem Ersatzbus aufgegabelt. Der Reisebus wurde beim Zoll eingeliefert.

Eine Haltekelle des Zolls wird vor das Blaulicht eines Einsatzfahrzeuges gehalten. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Eine Haltekelle des Zolls wird vor das Blaulicht eines Einsatzfahrzeuges gehalten. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„Das Unternehmen ist uns nicht unbekannt, es zahlt so gut wie nie seine Umsatzsteuern in Deutschland“, erläuterte der Sprecher. So scheine es sich einen Vorteil gegenüber anderen Anbietern verschaffen zu wollen. Schon im Dezember des vergangenen Jahres sei ein Bus des Unternehmens beschlagnahmt worden. Wenn die Schulden auch weiterhin offen belieben, werde der Bus verkauft. Dadurch könnten etwa 20 000 der 30 000 Euro Schulden beglichen werden, hieß es.

Der Zoll ist nach eigenen Angaben grundsätzlich befugt, bei Kontrollen offene Forderungen bei ausländischen Schuldnern zu vollstrecken und unter Umständen auch Gegenstände zu pfänden.

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Erstellt:
13. Februar 2020, 13:08 Uhr

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