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Ein Duell unter guten Bekannten

Mit den Würzburger Kickers gastiert am Montag eine Elf im Fautenhau, deren Coach Michael Schiele beste Kontakte nach Aspach pflegt

Für die SG- Trainer Mike Sadlo und Heiner Brinkhaus ist es die Heimpremiere, für Michael Schiele dagegen irgendwie ein klein wenig ein Treffen mit alten Freunden. Der Würzburger Coach kennt Großaspach und einige dortige Protagonisten wie Sportdirektor Ioannis Koukoutrigas gut. Wobei die Verbindungen derzeit gekappt sind, kämpfen beide Fußball-Drittligisten am Montag ab 19 Uhr im Fautenhau doch im direkten Vergleich um wichtige Punkte.

Gibt im fränkischen Würzburg mittlerweile seit fast zweieinhalb Jahren den Ton an: Fußballlehrer Michael Schiele. Am Montag gastiert der Schwabe mit den Kickers bei der SG Sonnenhof Großaspach und will in dem Drittliga-Duell keinerlei Rücksicht auf alte Freundschaften nehmen.Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Gibt im fränkischen Würzburg mittlerweile seit fast zweieinhalb Jahren den Ton an: Fußballlehrer Michael Schiele. Am Montag gastiert der Schwabe mit den Kickers bei der SG Sonnenhof Großaspach und will in dem Drittliga-Duell keinerlei Rücksicht auf alte Freundschaften nehmen.Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

„Es ist schon ein bisschen ein Schwabenduell“, bestätigt der 41-jährige Trainer der Würzburger Kickers und muss leicht schmunzeln, ist er doch Angestellter des einzigen fränkischen Drittligisten. Der hat aber durchaus eine kräftige schwäbische Note. Nicht nur wegen des gebürtigen Heidenheimers auf der Bank. Mit Aspachs langjährigem Kapitän Daniel Hägele sowie Fabio Kaufmann, Dave Gnaase und Torjäger Luca Pfeiffer stammen gleich vier Leistungsträger der Kickers aus Württemberg. Wobei der Ex-Hollenbacher Pfeiffer und der gebürtige Gmünder Gnaase in Aspach wegen einer Gelb-Rot-Sperre und dem Riss der Syndesmose nur zuschauen können.

Schlecht für Michael Schiele, der aber nicht nur deshalb sagt: „Es wird für uns ein schweres Spiel.“ Dabei hat er auch die vergangene Saison und die Vorrunde im Hinterkopf. In diesen drei Vergleichen gab es für Würzburg gerade mal ein Unentschieden, während Aspach zweimal gewann. Im vierten Duell unter guten Freunden will der Mann aus dem Ostalbkreis nicht schon wieder sieglos bleiben.

Deshalb hat er zu Beginn der Woche die Fahrt nach Kaiserslautern auf sich genommen, um bei Wind und Regen die Elf unter die Lupe zu nehmen, die er eigentlich ja bestens kennen müsste – oder? „Durch das neue Trainerduo und die neuen Spieler hat sich schon ein bisschen was verändert“, macht er klar, dass der Weg in die Pfalz für ihn durchaus kein sinnloser Aufwand war. Wobei mit Matthias Morys zumindest einer der SG-Winterzugänge aus gemeinsamer Zeit in Aalen ein alter Bekannter ist: „Das ist ein positiv Verrückter, ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann“, sagt Schiele, der beim VfR Aalen den Großteil seiner Karriere verbracht hat, dort als Defensivmann über 250 Partien und als Co-Trainer von Ralph Hasenhüttl die ersten Schritte als Trainer machte.

Seit Herbst 2017 ist der Fußballlehrer nun Chef in Würzburg. Sein Auftrag. Diese Saison einen Umbruch bewältigen, ohne in Abstiegsgefahr zu geraten. So ganz passt das noch nicht, liegen die Franken doch nur auf Rang 14, haben aber sechs Punkte Vorsprung auf den Viertletzten Chemnitz. Trotzdem hat Schiele keinerlei Lust aufs nächste Frusterlebnis nach der bitteren und unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen Unterhaching zu Jahresbeginn. Selbst wenn er einige Beteiligte auf der gegnerischen Seite kennt und schätzt. „Zu verschenken gibt es nie was“, stellt er klar und sagt zur momentanen Funkstille: „Am Montag beim Spiel trifft man sich ja ohnehin.“ Dann ist Zeit genug, um nach den Taten auf dem Platz, auch wieder Worte sprechen zu lassen.

SG auf www.bkz.de Wer am Montag nicht selbst im Fautenhau sein kann, ist dank unserer Zeitung dennoch stets am Ball. Im Internet gibt es ab 19 Uhr unter www.bkz.de/sport/sg-sonnenhof den gewohnten Liveticker. An selber Stelle kommt später noch ein kommentiertes Video vom Aspacher Heimauftritt dazu.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 16:00 Uhr

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