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Gewisse Distanz und genaue Regeln

Beim ersten Geisterheimspiel sind die Vorgaben des DFB bis ins kleinste Detail einzuhalten.

Nur wenige Verantwortliche und Funktionäre haben das erste Geisterheimspiel der SG Sonnenhof Großaspach mit Abstand und Mund-Nase-Schutz auf der Haupttribüne verfolgt. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Nur wenige Verantwortliche und Funktionäre haben das erste Geisterheimspiel der SG Sonnenhof Großaspach mit Abstand und Mund-Nase-Schutz auf der Haupttribüne verfolgt. Foto: A. Becher

(hes). Das erste sogenannte Geisterheimspiel des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach war etwas Besonderes. Neben Spielern, Trainern und dem Schiedsrichtergespann haben auch unter anderem Vereinsverantwortliche, Journalisten (bis zu zehn sind zugelassen) und Fotografen (maximal drei sind erlaubt) im Vorfeld umfassendes Material vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten. In diesem ist alles genau erklärt, was gemacht werden darf und was nicht.

Das beginnt mit der Anfahrt. In den Hygiene- und Verhaltensregeln des DFB heißt es dazu: „Die Anreise zum Stadion sollte generell nicht mit dem ÖPNV sowie in größeren Fahrgemeinschaften erfolgen.“ Bevor es ins Stadion geht, muss ein mehrseitiger Gesundheitsfragebogen unterschrieben abgegeben werden. Dieser wurde im Vorfeld zugeschickt. Es folgt beim Eingang das Fiebermessen am Ohr. Ist das in Ordnung, geht es endlich ins Stadion. Der selbst mitgebrachte Mund-Nase-Schutz darf jedoch nicht fehlen. Vom DFB heißt es nämlich dazu: „Alle Personengruppen, außer den aktiven Spielern und Schiedsrichtern auf dem Spielfeld, sind dazu verpflichtet, im Stadion Mund-Nase-Schutz zu tragen.“ Der Weg für jeden ist auf dem Stadiongelände mit Schildern oder Markierungen auf dem Boden genau vorgeschrieben. Damit man nicht davon abweicht, wachen darüber alle paar Meter die Ordner eines Securitydiensts. Auch die Plätze auf der Tribüne sind genau markiert, sodass der Mindestabstand von 1,5 Metern für alle eingehalten werden kann.

Erstes Geisterheimspiel der SG Sonnenhof Großaspach

Impressionen vom ersten Geisterheimspiel des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach gegen die Spvgg Unterhaching.

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Die Mannschaften dürfen sich auch nur auf dem Spielfeld begegnen. Während die Großaspacher ihre heimische Kabine und zusätzlich die sonstige Gästekabine zum Umziehen nutzen, weicht der Gast aus Unterhaching auf die Kabinen im Fautenhau aus, die sonst für die Nachwuchsmannschaften der SG vorgesehen sind. Das gemeinsame Einlaufen beider Teams entfällt. Die Großaspacher nehmen den sonst üblichen Eingang zum Innenraum rechts vor der Haupttribüne. Von der linken Seite kommen die Unterhachinger. Während es auf dem Platz nach dem Anpfiff des Spiels eigentlich recht normal zur Sache geht, ist in den anderen Stadionbereichen eine gewisse Distanz zu sehen und zu spüren. Jeder bemüht sich, den Mindestabstand einzuhalten, und trägt einen Mund-Nase-Schutz. Einige Großaspacher bekennen sich dabei zu ihrem Verein, denn auf ihrer schwarzen Maske ist das SG-Emblem zu sehen. Die meisten Unterhachinger hingegen haben sich weiße Schals mit ihrem Vereinslogo über Mund und Nase gezogen. Das brauchen die Spieler auf dem Feld und die beiden Cheftrainer nicht, sie können sich weitestgehend normal bewegen. Trotzdem ist es auch für sie eine andere Partie als noch vor der Coronazeit. „Ein solches Spiel ist ein riesen Unterschied. Mich persönlich pusht es mehr, wenn die Fans da sind. Dabei ist es egal, ob sie einen beleidigen oder anfeuern“, sagt Großaspachs Innenverteidiger Kai Gehring.

Auch für den Sonnenhof-Trainer Hans-Jürgen Boysen ist eine solche Begegnung nichts Alltägliches. „Wir haben es in der Ersten und Zweiten Bundesliga vom Fernsehschirm her beobachtet“, sagt der 63-Jährige. Und schiebt nach: „Meine Spieler verstehen nun genau, was ich während des Spiels zu ihnen hereinrufe. Trotzdem sind mir Partien mit Zuschauern lieber.“ Nach dem Abpfiff sollen alle dann zügig das Stadion verlassen. Statements von Trainern und Spielern gibt es nur fürs Fernsehen, wobei der Kommentator seine Fragen von der Tribüne aus stellen muss. Andere Journalisten holen sich ihre Stimmen anschließend außerhalb des Stadions per Telefon ein.

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Erstellt:
2. Juni 2020, 06:00 Uhr

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