Großaspach belohnt sich beim 1:1 nicht

Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof liefert in der Heimpartie gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart eine gute Leistung ab, lässt aber in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen. Am Ende muss sich die Mannschaft aus dem Fautenhau mit dem einen Zähler zufriedengeben.

David Tomic (links) war einer der Aktivposten in der Großaspacher Offensive im Heimspiel gegen die VfB-Zweite. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

David Tomic (links) war einer der Aktivposten in der Großaspacher Offensive im Heimspiel gegen die VfB-Zweite. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

„Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht. Deshalb bin ich mit dem einen Punkt nicht ganz zufrieden“, sagt Großaspachs Trainer Steffen Weiß. Aus seiner Sicht hätte seine Mannschaft das württembergische Duell im heimischen Fautenhau gewinnen können, vielleicht sogar müssen. Der Coach hatte drei Veränderungen in der Startelf gegenüber der 0:3-Niederlage beim TSV Steinbach Haiger vorgenommen. Kapitän Joel Gerezgiher begann im offensiven Mittelfeld. Bastian Frölich spielte im defensiven Mittelfeld. Jonas Kühn verteidigte auf der linken Abwehrseite. Dafür nahmen Jonas Brändle, Vincent Sadler und Steven Lewerenz auf der Bank Platz. Zudem vertraute der Coach der bewährten 4:2:3:1-Formation. Doch so richtig ins Spiel kamen die Großaspacher zunächst nicht.

Die Stuttgarter spielten in den ersten 20 Minuten aggressiver und waren ballsicherer als die Gastgeber. Hinzu kam das frühe Pressing der Gäste, mit dem die Großaspacher ihre liebe Mühe und Not hatten. „Die VfB-Verantwortlichen haben das aus unseren vergangenen Spielen gut analysiert“, erklärt Weiß und schiebt nach: „Wir hatten uns aber auch darauf eingestellt.“ Zwar war dies in der Anfangsphase noch nicht zu sehen, aber danach lief es beim Sonnenhof besser. Hinzu kam die Effektivität im Angriff, denn die Hausherren nutzten ihre erste Möglichkeit zur 1:0-Führung durch David Hummel. „Das Tor hat uns in die Karten gespielt“, freute sich Steffen Weiß.

Nach den Umstellungen im Teamläuft es bei den Großaspachern besser

Der SG-Trainer nahm auch einige Umstellungen nach dem Führungstreffer vor. Sebastian Schiek rückte ins rechte offensive Mittelfeld vor. Seinen Platz als rechten Außenverteidiger nahm Ken Gipson ein, für den Bastian Frölich fortan in der Innenverteidigung spielte. Kapitän Joel Gerezgiher schob sich zurück ins defensive Mittelfeld. Damit wurde die Druckphase der Stuttgarter unterbrochen. Die SG gab nun eindeutig den Ton an. Trotzdem zeigte sich Steffen Weiß mit der Chancenverwertung nicht zufrieden, denn seine Mannschaft besaß genügend Gelegenheiten, um zur Pause durchaus höher führen zu können. „Wir hätten in der ersten Halbzeit das 2:0 machen müssen“, stellte der Trainer fest.

Die Quittung folgte gleich nach dem Wiederbeginn, als der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Stuttgarter Alou Kuol eine Unachtsamkeit in der SG-Defensive mit dem 1:1-Ausgleichstreffer bestrafte. „Das war schon ein blödes Tor, das so nicht fallen darf“, kritisiert Weiß. Er musste mit ansehen, wie die Begegnung anschließend immer mehr verflachte. Gab es im ersten Durchgang noch viel Tempo auf beiden Seiten, so war nun nicht mehr viel davon zu spüren. Auch Torchancen wurden kaum noch erarbeitet, sodass es beim 1:1-Unentschieden im württembergischen Duell blieb.

Mit dem einen Punkt bleiben die Großaspacher auf dem elften Tabellenplatz stehen. Der Abstand zu einem Abstiegsrang beträgt lediglich drei Zähler. Auch die Ergebniskrise wurde mit dem Unentschieden nicht beendet, denn in den vergangenen sechs Begegnungen gab es keinen Sieg für den Sonnenhof. Von der Leistung geht es aber bergauf. „Ich habe eine klare Verbesserung gegenüber den vergangenen Spielen gesehen“, sagt Steffen Weiß. Der Trainer freut sich, dass Kapitän Joel Gerezgiher nach seiner langen Verletzungspause wieder dabei war. „Joel bringt uns mit seiner Ballsicherheit auf jeden Fall weiter“, lobt der Coach. Positiv äußerte er sich auch über David Hummel. „Er macht vorne die Bälle gut fest und hat sich mit dem Kopfballtreffer belohnt.“ In der Offensive bot auch David Tomic eine starke Darbietung. Besonders in den Zweikämpfen behauptete er oft den Ball. Ebenfalls hob der Trainer die Defensive hervor. „Hinten haben wir bis auf das eine Gegentor gut gestanden.“ Somit kommt Weiß zu dem Schluss: „Wenn wir so weiterspielen, dann werden wir auch bald dreifach punkten.“ Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Samstag. Um 14 Uhr sind die Großaspacher beim FSV Frankfurt, der auf Platz 13 steht, zu Gast. Vielleicht wird bis dahin auch die personelle Lage besser. Zwar hatte die SG nach den vielen Ausfällen in den vergangenen Wochen neun Akteure auf der Ersatzbank, aber auch einige angeschlagene Spieler waren dabei. So spielten Can Karatas und Steven Lewerenz nicht ganz ohne Schmerzen.

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Erstellt:
18. Oktober 2021, 11:30 Uhr

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