Großaspach kassiert die dritte Niederlage in Serie

Fußball-Regionalligist verliert beim VfR Aalen mit 1:2. Nach der frühen Führung durch David Hummel und dem gehaltenen Elfmeter von Maximilian Reule verspielt die SG Sonnenhof in der Schlussphase doch noch alles.

Diesen Schuss von Aalens Angreifer Steffen Kienle konnten SG-Keeper Maximilian Reule und Ken Gipson mit vereinten Kräften abwehren, derselbe Spieler erzielte allerdings das zwischenzeitliche 1:1.Foto: Eibner

© Michael Schmidt/Eibner-Pressefoto

Diesen Schuss von Aalens Angreifer Steffen Kienle konnten SG-Keeper Maximilian Reule und Ken Gipson mit vereinten Kräften abwehren, derselbe Spieler erzielte allerdings das zwischenzeitliche 1:1.Foto: Eibner

Es war ein über weite Strecken abwechslungsreiches Spiel mit vielen Torraumszenen, das die 1190 Zuschauer in der Aalener Ostalb-Arena sahen. Den Gästen aus dem Fautenhau, bei denen Trainer Steffen Weiß die Startelf im Vergleich zum enttäuschenden Auftritt bei der 1:4-Heimpleite gegen Balingen auf drei Positionen verändert hatte (für den verletzten Lukas Müller sowie die auf der Bank sitzenden Bastian Frölich und Jonas Kühn begannen Vincent Sadler, Sebastian Schiek und Jonas Brändle), gehörte die erste halbe Stunde. Sie attackierten die Aalener früh und holten sich die Kugel nach Ballverlusten schnell wieder zurück. Der verdiente Lohn für die starke Anfangsphase war das 1:0 in der 13. Minute: Jonas Brändle tankte sich auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und ging bis zur Grundlinie durch. Seine gefühlvolle Flanke köpfte David Hummel aus kurzer Distanz ins rechte Toreck.

Nach etwa 30 Minuten berappelten sich die Hausherren allerdings und gestalteten die Partie fortan offen. Sie hätten noch vor dem Gang in die Kabinen den Ausgleich erzielen können, doch in der 45. Minute warf sich Großaspachs Innenverteidiger Ken Gipson im allerletzten Moment in den Schuss von VfR-Kapitän Alessandro Abruscia. Erst 120 Sekunden waren nach dem Wiederanpfiff gespielt, als die SG Sonnenhof eine hundertprozentige Chance zum 2:0 hatte. Can Karatas wurde mit einem Steilpass in die Spitze auf die Reise geschickt und tauchte mutterseelenalleine vor des Gegners Kasten auf, doch sein etwas überhasteter Schuss ging rechts am Gehäuse vorbei. Statt dem 2:0 drohte vier Zeigerumdrehungen später plötzlich das 1:1. David Tomic holte Benjamin Kindsvater im Sechzehner von den Beinen, befand der Referee und deutete auf den Punkt. Kai Gehring meckerte so lange, bis er Gelb sah, brachte aber vielleicht den wartenden Schützen aus dem Konzept. Auf alle Fälle scheiterte Alessandro Abruscia mit seinem Elfmeter an SG-Torwart Maximilian Reule.

War das Momentum damit auf Großaspacher Seite? Nicht wirklich. Chancen gab es zwar hüben wie drüben, doch die Gäste mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nicht mehr an die starke erste halbe Stunde anknüpfen konnten. In der 81. Minute klingelte es dann in Reules Kasten. Aalens Steffen Kienle setzte sich im Strafraum durch, legte sich die Kugel auf den rechten Fuß und beförderte sie zielsicher ins rechte untere Eck. Eine Punkteteilung beim Drittletzten wäre für die SG Sonnenhof vielleicht nicht das anfangs erhoffte Ergebnis gewesen, hätte nach den jüngsten beiden Niederlagen aber trotzdem gutgetan. Doch die Gäste brachten nicht einmal das Remis über die Runden. Es dauerte nach dem 1:1 sogar nur zwei Minuten, bis Aalen nachlegte. Zunächst rettete SG-Keeper Reule noch in höchster Not gegen Daniel Elfadli und Gino Windmüller, doch als seine Kollegen den Ball dann immer noch nicht aus der Gefahrenzone befördern konnten, hämmerte ihn Jonas Arcalean mit aller Wucht zum 2:1 unter die Latte.

War’s das oder ging noch was? Nicht wirklich. Zu einer klaren Torchance kamen die Gäste nicht mehr, stattdessen hätte der VfR in der Nachspielzeit sogar noch einen dritten Treffer draufpacken können. Es wäre zu viel des Guten für die Aalener gewesen. Aus Aspacher Sicht war’s zwar eine unnötige, aber letztlich auch keine unverdiente Niederlage. Sie haben es sich selbst zuzuschreiben, dass sie zum dritten Mal in Folge leer ausgingen und der gute Saisonstart damit zunehmend in Vergessenheit gerät. Das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Gießen am Dienstag um 19 Uhr hat wegweisenden Charakter. Klappt es mit der Trendwende oder verfestigt sich der Abwärtstrend?

VfR Aalen: Paterok – Volz (46. Müller), Windmüller, Odabas, Arh Cesen (46. Heckmann) – Elfadli, Korb – Seitz (46. Arcalean), Abruscia, Kindsvater (90.+3. Schmidt) – Kienle (87. Bux).

SG Sonnenhof Großaspach: Reule – Schiek, Gipson, Gehring, Brändle (69. Kühn) – Karatas, Jüllich, Sadler (87. Owusu), Lewerenz – Tomic (87. Frölich), Hummel (58. Halbich).

Tore: 0:1 (13.) Hummel, 1:1 (81.) Kienle, 2:1 (83.) Arcalean. – Gelbe Karten: Odabas, Korb, Elfadli, Bux / Gehring, Schiek, Reule. – Schiedsrichter: Zemke (Püttlingen). – Zuschauer: 1190.

Zum Artikel

Erstellt:
25. September 2021, 18:16 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

SG Sonnenhof

Großaspach belohnt sich beim 1:1 nicht

Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof liefert in der Heimpartie gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart eine gute Leistung ab, lässt aber in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen. Am Ende muss sich die Mannschaft aus dem Fautenhau mit dem einen Zähler zufriedengeben.

SG Sonnenhof

SG Sonnenhof hofft auf die Trendwende

Die Pause ist für die Fußballer aus Großaspach vorbei. Die Mannschaft von Trainer Steffen Weiß will im Heimspiel am morgigen Sonntag den negativen Lauf stoppen. Um 14 Uhr geht es im Fautenhau im württembergischen Duell gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart.