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Großaspach stiehlt dem VfB die Schau

Fußball-Drittligist gewinnt nach den Siegen gegen die beiden Zweitligisten aus Stuttgart und Lustenau den Drei-Ligen-Cup

Beim Drei-Ligen-Cup haben sich die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach von ihrer besten Seite gezeigt. Der gastgebende Drittligist setzte sich gegen die beiden Zweitligisten VfB Stuttgart (1:0) und SC Austria Lustenau (4:1) durch. Zweiter vor 2500 Zuschauern in der Mechatronik-Arena wurden die Stuttgarter, die ohne sechs bei Länderspieleinsätzen befindlichen Profis antraten.

Sebastian Bösel behauptet gegen den Stuttgarter Orel Mangala den Ball und hat wie seine Mannschaftskollegen eine starke Leistung gezeigt. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Sebastian Bösel behauptet gegen den Stuttgarter Orel Mangala den Ball und hat wie seine Mannschaftskollegen eine starke Leistung gezeigt. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

„Wenn man das Turnier gewinnt und so stark spielt, dann kann man sich freuen“, war Großaspachs Trainer Oliver Zapel hochzufrieden mit seiner Mannschaft. Und das konnte er auch sein. In der ersten Begegnung gegen den österreichischen Zweitligisten SC Austria Lustenau zeigten die Schwaben Moral. Sie machten einen 0:1-Rückstand wett und behaupteten sich mit 4:1. Herausragend dabei war Orrin McKinze Gaines, der mit einem lupenreinen Hattrick den Weg zum Erfolg ebnete. „Es ist für ihn und für uns alle schön, dass bei ihm der Knoten gelöst ist“, lobte Zapel. Ansonsten wollte der SG-Trainer keinen weiteren Spieler herausheben. „Wir haben uns geschlossen als Team präsentiert und stabilisiert.“ Zu sehen war auch, dass der Sonnenhof in beiden Begegnungen im mehr als vertrauten 4:4:2-System antrat.

Besonders erfreulich war für Zapel der 1:0-Erfolg im letzten Turnierspiel. Dabei stahlen die Gastgeber dem VfB Stuttgart die Schau. Einmal mehr bewies dabei Julian Leist seinen Torinstinkt. Der Innenverteidiger und Kapitän erzielte den Siegtreffer. „Wir haben in dieser Woche gut trainiert und so viel wie noch nie kommuniziert“, sah Zapel die Früchte für eine harte Trainingswoche. Der Lohn war der Turniersieg beim Drei-Ligen-Cup. Dafür gab es einen Scheck über 5 000 Euro für die Jugendarbeit.

VfB-Torjäger Mario Gomez (Mitte) hat im Match gegen Lustenau gespielt und einen Treffer erzielt. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

VfB-Torjäger Mario Gomez (Mitte) hat im Match gegen Lustenau gespielt und einen Treffer erzielt. Foto: A. Becher

Diesen hatte im vergangenen Jahr bei der ersten Auflage des Turniers noch der VfB Stuttgart erhalten. Doch das favorisierte Team von Trainer Tim Walter belegte den zweiten Platz. „Mit ein paar Dingen bin ich nicht einverstanden. Insgesamt fehlte uns hinten und auch vorne die Konsequenz“, kritisierte der Coach. Bereits in der Partie gegen Lustenau taten sich die Stuttgarter nach der 2:0-Führung durch die Tore von Mario Gomez und Nathaniel Phillips schwer. „Gegen Lustenau müssen wir mehr Tore schießen und unsere Chancen nutzen“, stellte Walter fest. Dank Torhüter Fabian Bredlow, der im Elfmeterschießen zweimal parierte, siegte der VfB mit 6:4.

Im letzten Turniermatch gegen die Großaspacher traten die Stuttgarter mit einigen Talenten wie unter anderem Lilian Egloff und Nick Bätzner an. Und diese lobte Walter: „Die beiden sind sehr talentiert und haben es sehr gut gemacht.“ Trotzdem reichte es am Ende nicht zum Turniersieg. Der Coach weiß, woran gelegen hat: „Wir dürfen nicht halbherzig an die Sache heran gehen, sondern müssen die Tore machen.“ Natürlich war auch nicht zu übersehen, dass die Stuttgarter nicht in Bestbesetzung antraten. So fehlte neben den beiden Langzeitverletzten Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic auch ein Sextett, das bei Länderspielen im Einsatz war. Nicolas Gonzalez und Santiago Ascacibar bereiten sich mit Argentiniens U 23 auf die Olympia-Qualifikation vor. Wataru Endo ist für Japan im Einsatz. Maxime Awoudja startet mit der deutschen U 21 in die EM-Qualifikation, Borna Sosa mit der kroatischen. Luca Mack weilt bei der U 20 des DFB. Positiv war, dass Kapitän Marc Oliver Kempf nach seiner Entzündung im Oberschenkel über eine halbe Stunde im Match gegen Lustenau gespielt hat.

Der österreichische Zweitligist war eine Bereicherung fürs Turnier. Das Team um die Ex-Großaspacher Kevin Kunz und Matthias Morys begann das erste Spiel gegen die Gastgeber gut, baute dann aber ab. Die Folge war die 1:4-Niederlage. Gegen den VfB Stuttgart machten die Lustenauer einen 0:2-Rückstand wett und glichen zum 2:2 aus. Im Elfmeterschießen fehlte den Österreichern etwas das Glück und sie zogen mit 4:6 den Kürzeren und belegten den dritten Platz.

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Erstellt:
7. September 2019, 06:00 Uhr

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