Großaspachs Negativserie setzt sich fort

Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof verliert beim FSV Frankfurt mit 1:2. Alle drei Tore fallen binnen fünf Minuten kurz vor der Pause. Das Team von Trainer Steffen Weiß wartet seit dem 12. September auf einen Sieg, aus den vergangenen sieben Partien sprangen nur zwei Punkte heraus.

SG-Trainer Steffen Weiß musste zuschauen, wie sein Team um Sebastian Schiek in Frankfurt die nächste Niederlage kassierte. Foto: U. Scherbaum/Eibner-Pressefoto

© Eibner-Pressefoto/ Uli Scherbaum

SG-Trainer Steffen Weiß musste zuschauen, wie sein Team um Sebastian Schiek in Frankfurt die nächste Niederlage kassierte. Foto: U. Scherbaum/Eibner-Pressefoto

Es war ein Duell zweier Teams, die zuletzt nicht ihre stärkste Phase hatten. Frankfurt gewann nur eines der vorherigen sechs Spiele, Großaspach gar keins. Das zeigte sich auf dem Platz auch in der Form, dass sich beide Mannschaften viele Missverständnisse, Fehlpässe und sonstige Unzulänglichkeiten erlaubten. Recht unterhaltsam war die Partie trotzdem, denn es gab die eine oder andere klare Torchance. Den Anfang machten die Hausherren in der fünften Minute, der Ausgangspunkt war ein Patzer von SG-Abwehrspieler Bastian Frölich. Er vertändelte den Ball gegen Denis Mangafic, der sofort Jake Hirst auf die Reise schickte. Frei vor dem Aspacher Keeper Maximilian Reule schoss der FSV-Stürmer recht kläglich vorbei.

Nach einer Viertelstunde und der frühen verletzungsbedingten Auswechslung von Kapitän Joel Gerezgiher meldeten sich auch die Gäste zu Wort – und wie. Steven Lewerenz brachte die Kugel von der linken Seite vor das Tor, wo David Hummel lauerte. Dessen Versuch lenkte ein Frankfurter Abwehrspieler gerade noch an den linken Außenpfosten. Ab der 35. Minute gab es wieder ein Chancenplus für die Frankfurter, denen es in dieser Situation zu leicht gemacht wurde – sowohl in der Entstehung über die linke Seite als auch im Abschluss. Wohl aus Angst, einen Elfmeter zu verursachen, ging Kai Gehring im Strafraum nur alibimäßig hin. Arif Güclü versetzte ihn, schoss dann aber zum Glück für Aspach am langen Pfosten vorbei.

Kurz vor der Pause folgten dann fünf verrückte Minuten, in denen die 899 Zuschauer drei Treffer sahen. Den Anfang machten die Hausherren, die in dieser Situation das Mittelfeld schnell überbrückten. Ivan Leon Franjic passte in den Lauf von Arif Güclü, der die Ruhe bewahrte und die Kugel am herauseilenden SG-Keeper Reule vorbeischob. Unverdient war das 1:0 nicht, weil der FSV insgesamt doch das etwas aktivere und gefährlichere Team war. Nur 120 Sekunden später kam es knüppeldick für Großaspach, die Gäste kassierten das 0:2. Den 20-Meter-Schuss von Leonhard von Schrötter entschärfte Reule noch, doch die Kollegen klärten die Situation danach nicht. Güclu brachte den Ball von der linken Seite wieder vor das Tor, den Abpraller jagte Lukas Gottwalt aus zehn Metern ins Netz. Zwei Gegentore binnen drei Minuten – das hatte das Zeug, den ohnehin nicht vor Selbstvertrauen strotzenden Aspachern den Zahn zu ziehen. Umso wichtiger, dass sie noch vor der Pause ein Lebenszeichen sendeten. Steven Lewerenz flankte aus dem linken Halbfeld, Lukas Müller hielt den Kopf hin – nur noch 2:1.

Im zweiten Durchgang beruhigte sich die Begegnung wieder, vor allem Großaspach hatte lange Zeit keine klare Möglichkeit. Ein Dreifachwechsel von Trainer Steffen Weiß in der 56. Minute war die auffälligste Aktion der Gäste, kurz nachdem Reule gegen Manuel Reutter das 1:3 verhindert hatte. Danach passierte vorerst nicht mehr viel. Frankfurt verwaltete die knappe Führung eher, Großaspach drängte nicht gerade mit aller Macht auf den Ausgleich. Es war zu wenig, was die SG anbot. Zwei Freistöße von Lewerenz in der Schlussphase, mehr kam auch nicht mehr. Der eine wurde zur sicheren Beute des Keepers, der andere flutschte knapp rechts unten am Pfosten vorbei – direkt danach pfiff die Schiedsrichterin ab.

FSV Frankfurt: Endres – Reutter (89. Sawaneh), von Schrötter, Gottwalt, Williams – Franjic (89. Burdenski), Azaouagh, Mangafic (82. Lüders), Kelati (89. Karahan) – Hirst (69. Sommer), Güclü.

SG Sonnenhof Großaspach: Reule – Gipson (56. Held), Frölich (76. Sadler), Müller, Kühn (56. Brändle) – Gerezgiher (15. Gehring) – Schiek, Messina (56. Karatas), Tomic, Lewerenz – Hummel.

Tore: 1:0 (40.) Güclü, 2:0 (42.) Gottwalt, 2:1 (44.) Müller. – Gelbe Karten: Williams, Mangafic, Güclü / Gipson, Messina, Müller. – Schiedsrichterin: Michel (Mainz). – Zuschauer: 899.

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Erstellt:
23. Oktober 2021, 16:10 Uhr

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