French Open

Nach Favoriten-Sterben: Zverev steht im Viertelfinale von Paris

Alexander Zverev hat zum sechsten Mal in Serie das Viertelfinale der French Open erreicht. Gegen Lucky Loser Jesper de Jong schüttelt er seinen schwachen Start ab.

Letzter Top-Fünf-Spieler in Paris: Zverev

© Thibault Camus/AP/dpa/Thibault Camus

Letzter Top-Fünf-Spieler in Paris: Zverev

Von mbo/SID

Nur noch drei Siege bis zur Erfüllung des großen Traums: Alexander Zverev kommt seinem ersten Grand-Slam-Triumph immer näher. Der Hamburger setzte sich am Sonntag nach durchwachsenem Start letztlich souverän mit 7:6 (7:3), 6:4, 6:1 gegen den niederländischen Nachrücker und Geburtstagskind Jesper de Jong durch und zog zum sechsten Mal in Serie ins Viertelfinale der French Open ein.

„Am Anfang war es ein bisschen schwierig“, sagte ein entspannter Zverev, der die zuletzt so drückende Hitze in Paris vermisste: „Ich mag es, wenn es heiß ist, meine Gegner haben denn mehr Probleme. Aber man muss das Beste daraus machen. Es ist Paris, es ist wie Deutschland, es kann sich an einem Tag schnell ändern.“ Er sei es „gewohnt, also hoffe ich, dass ich weiterhin gutes Tennis zeigen kann“.

Spanier wartet in der nächsten Runde

In der Runde der letzten acht bekommt es Zverev, der der letzte verbliebene Top-5-Spieler im Turnier ist und als heißester Anwärter auf den Titel gilt, nun mit dem spanischen Teenager Rafael Jódar zu tun. Auch im Duell mit dem Shootingstar, der gegen seinen Landsmann Pablo Carreno Busta einen 0:2-Satzrückstand drehte und 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 gewann, ist Zverev klar favorisiert. „Es wird eine sehr schwierige Herausforderung“, sagte der Hamburger: „Ich muss mir selbst vertrauen und werde bereit sein.“

Trotz des jeweiligen Ausscheidens von Topfavorit Jannik Sinner und Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic hatte Zverev im Vorfeld offensive Aussagen in Richtung eines möglichen Titelgewinns vermieden. „Ich muss mich auf die Sachen konzentrieren, die ich beeinflussen kann und das sind meine Matches“, betonte der Weltranglistendritte, der am Abend vor seinem vierten Auftritt im Hotel das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal verfolgt hatte.

Geburtstagsständchen für Zverev-Gegner de Jong

Unmittelbar vor Beginn des Duells sang das Pariser Publikum ein Geburtstagsständchen für de Jong - der Niederländer wurde 26 Jahre alt. Und auch Zverev nahm zunächst an den Feierlichkeiten teil: Er schenkte seinem Gegner mit zahlreichen Vorhandfehlern einige Punkte. Nach einem frühen Break lag der Deutsche schnell 0:3 zurück. In der Folge kämpfte sich Zverev aber ins Spiel und erzwang den Tiebreak. Bei kurzzeitig einsetzendem Regen schnappte er sich schließlich mit sieben Punkten nacheinander den ersten Satz.

Auch im zweiten Durchgang konnte Zverev seinen Kontrahenten, der als erster Lucky Loser überhaupt das Viertelfinale bei einem Grand Slam erreichen wollte, zunächst nicht abschütteln. Mit einem Break zum denkbar günstigsten Zeitpunkt sicherte er sich aber auch den zweiten Satz. Nun war der Widerstand von Zverevs Gegner gebrochen, mit großen Schritten näherte sich der Deutsche dem nächsten Sieg und seinem achten Viertelfinal-Einzug überhaupt bei den French Open. Mit dem ersten Matchball war die nächste Hürde nach 2:14 Stunden Spielzeit übersprungen.

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Erstellt:
31. Mai 2026, 19:32 Uhr

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