SG geht trotz Corona wohl auf Punktejagd

Der Verein und der Verband gehen derzeit davon aus, dass das Regionalliga-Heimspiel am Freitag gegen Rot-Weiß Koblenz stattfinden kann. Großaspach hofft, dass sich die Zahl an Ausfällen noch reduziert, weil infizierte, aber geimpfte Fußballer rechtzeitig gesund werden.

Spielen oder nicht spielen, das ist für Torwart Maximilian Reule, Trainer Steffen Weiß und Großaspachs Fußballer die Frage. Derzeit sieht es danach aus, dass die Partie am Freitag zwischen Großaspach und Koblenz trotz der Coronafälle bei der SG stattfindet. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Spielen oder nicht spielen, das ist für Torwart Maximilian Reule, Trainer Steffen Weiß und Großaspachs Fußballer die Frage. Derzeit sieht es danach aus, dass die Partie am Freitag zwischen Großaspach und Koblenz trotz der Coronafälle bei der SG stattfindet. Foto: T. Sellmaier

Von Uwe Flegel

Ein Restrisiko gibt es noch, allerdings sind die Chancen mittlerweile größer, dass das Heimspiel der SG Sonnenhof Großaspach gegen Rot-Weiß Koblenz am Freitag ab 19 Uhr doch stattfindet. Zumindest steigt der Fußball-Regionalligist aus dem Fautenhau heute wieder in den Übungsbetrieb ein. Nicht am Ball sind dabei die Spieler, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Welche und wie viele Akteure das sind, will der Verein weiterhin nicht sagen. Geschätzt wird, dass es sich um rund ein Viertel des sogenannten Trainingskaders handelt.

Damit ist allerdings nicht gesagt, dass alle diese Kicker im Duell des schwäbischen Dreizehnten mit dem Tabellenzwölften fehlen. Denn unter den Infizierten befinden sich auch Geimpfte, die wenig bis keine Symptome hatten und die mithilfe eines negativen Tests wieder mitmachen dürfen, sobald das Gesundheitsamt dafür grünes Licht erteilt. Durchaus möglich, dass das bis zum Heimspiel gegen Koblenz klappt. Bei den Ungeimpften sieht es in der Hinsicht eher schlecht aus. Auch weil bei denen die Symptome ausgeprägter seien und sie ohnedies erst einmal eine 14-tägige Quarantäne hinter sich bringen müssen. Wie viele Coronafälle der Aspacher ungeimpft sind, dazu sagt die SG wegen der Persönlichkeitsrechte der Spieler nichts, aber sie seien bei den Erkrankten in der Minderheit.

Der Klub aus dem Fautenhau schaut von Tag zu Tag, wie sich die Lage entwickelt

In Großaspach geht Pressesprecher Lucca Volkmer deshalb derzeit eher davon aus, dass „am Freitag gespielt wird“. Völlig sicher ist das jedoch nicht. Der Verein aus dem Fautenhau schaut von Tag zu Tag, wie sich die Lage entwickelt. Hinzu kommt, dass das Gesundheitsamt ebenfalls ein Wörtchen mitzusprechen hat. Zumindest den Trainingsbetrieb hat die Behörde ab heute wieder frei gegeben. Der Rest hängt auch davon ab, welche Ergebnisse die täglichen Schnelltests der SG ergeben.

Das wissen auch die für die Regionalliga Südwest Verantwortlichen. Jonas Ochs, zuständig für den Spielbetrieb, sagt zur Wahrscheinlichkeit, dass am letzten Vorrundenspieltag der vierten Liga in Großaspach gespielt wird: „Derzeit sieht es so aus, dass die Partie stattfindet.“ Einschränkend sagt der Vertreter der in Karlsruhe beheimateten Verbandsstelle: „Sollte es bei den täglichen Tests der SG Sonnenhof in den nächsten Tagen weitere positive Fälle geben, dann kann es sein, dass das die Sachlage ändert.“ Momentan hört sich Ochs aber durchaus zuversichtlich an, dass es nach der ausgefallenen Begegnung in Ulm nicht zur zweiten Absage eines Großaspacher Spiels in Folge kommt. Im Gegenteil. Der Verband plant, das ursprünglich für den vergangenen Freitag angesetzte Duell beim Tabellenführer SSV Ulm möglichst schon nächste Woche am Dienstag oder Mittwoch nachzuholen. Angesichts der in die Höhe schnellenden Coronazahlen will der Verband keine Zeit verschwenden und zumindest alle Vorrundenspiele so schnell wie möglich über die Bühne bringen. Findet der kommende Spieltag komplett statt, fehlt dafür nur noch der Vergleich der SG Sonnenhof mit dem Ex-Bundesligisten aus Ulm.

Im Fautenhau wird an diese Partie derzeit aber noch kaum ein Gedanke verschwendet. Hier geht es erst einmal um die anstehende Aufgabe gegen die von Ex-Coach Heiner Backhaus trainierte Koblenzer Mannschaft. Und sollte das Duell stattfinden, dann hat der Klub aus dem Fautenhau bis zum Anpfiff in zwei Tagen alle Hände voll zu tun, nach der mehrtägigen Trainingspause und trotz des einen oder anderen Ausfalls wegen Corona eine schlagkräftige Elf aufs Spielfeld zu bekommen. Schließlich geht es um wichtige Punkte, will die SG nicht in Gefahr geraten, wieder in die Abstiegszone abzurutschen. Eine Gefahr, die ein wenig größer zu sein scheint als das Risiko, dass im Fautenhau am Freitagabend nicht gekickt werden kann.

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Erstellt:
17. November 2021, 14:06 Uhr

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