SG Sonnenhof gewinnt mit viel Effektivität

Fußball-Regionalligist aus Großaspach landet den dritten Sieg im fünften Saisonspiel. Die Mannschaft setzt sich beim TSV Schott Mainz mit 2:1 durch. Es war ein hart erkämpfter Dreier, der dank der guten Chancenverwertung und des starken Torhüters Maximilian Reule zustande kam.

Steven Lewerenz (rotes Trikot) hat die Vorlage zum zweiten Großaspacher Tor beim Spiel in Mainz gegeben. Foto: Eibner

© Eibner-Pressefoto/ Uli Scherbaum

Steven Lewerenz (rotes Trikot) hat die Vorlage zum zweiten Großaspacher Tor beim Spiel in Mainz gegeben. Foto: Eibner

Von Heiko Schmidt

Zwei Tore aus vier Möglichkeiten – mit dieser Ausbeute haben sich die Großaspacher Fußballer den dritten Dreier der laufenden Runde gesichert. Für Trainer Steffen Weiß ist das Resultat, was am Ende zählt. „Wichtig sind die drei Punkte“, sagte er. Der Coach lobt auch den Mann der Partie in den Reihen: Torhüter Maximilian Reule. „Er hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten“, so Weiß. In der Tat. Der SG-Schlussmann hatte seinen Anteil daran, dass seine Mannschaft den Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage Mombach in Mainz als Sieger verlassen hat. Zum einen parierte er reaktionsschnell den in der 36. Minute von TSV-Akteur Tim Müller geschossenen Foulelfmeter und war auch beim Nachschuss zur Stelle. Zum anderen lenkte Reule in der 45. Minute den Kopfball von Lars Hermann an die Latte und in der 64. Minute den 15-Meter-Schuss von Jost Mairose an den Pfosten. „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte, obwohl ich nach meiner Verletzung erst eine Woche im Training bin“, sagte der Keeper. Maximilian Reule sah aber auch, dass nicht alles optimal bei der Großaspacher Mannschaft lief. Sein kurzer Kommentar zum gesamten Spiel lautete: „2:1 gewonnen und Mund abputzen.“

Die Begegnung begann in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz mit 15 Minuten Verspätung, da der Schiedsrichter Felix Berger und auch die Großaspacher mit etwas Verzögerung angereist waren. SG-Trainer Steffen Weiß rotierte ordentlich in der Aufstellung durch. Gleich fünf Neue gab es in der Startelf im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 II. Jonas Brändle, Darius Held, Fabian Messina, Kai Gehring und Bastian Frölich rückten in die Anfangsformation. Dafür nahmen Can Karatas, Sebastian Schiek, Jonas Kühn, Andrew Owusu und Nicolas Jüllich zunächst auf der Bank Platz. Außerdem änderte der Coach die Grundordnung. Er begann mit einem 3-4-3. Die gleiche Formation wählte auch der Mainzer Coach Sascha Meeth.

Zwar verlief die Begegnung zunächst ausgeglichen, doch zufrieden war Großaspachs Trainer Weiß überhaupt nicht und kritisierte: „Wir hatten zu wenig Ballbesitz.“ Das war aber auf dem von den Temperaturen und der Sonne aufgeheizten Kunstrasen auch nicht einfach, denn ein klein wenig zu ungenaue Abspiele landeten schnell im Aus oder beim Gegner. Positiv aus Sicht des Trainers waren hingegen der Führungstreffer und der von Reule gehaltene Elfmeter. „Wir hatten das Glück, durch ein Tor nach einer Standardsituation in Führung zu gehen“, befand Weiß. An der veränderten Grundordnung wollte er jedoch seine Kritik an der Leistung seiner Schützlinge in der ersten Halbzeit nicht festmachen. Trotzdem nahm der Gästecoach nach der Pause einige Umstellungen vor.

Gleich drei Auswechslungen gab es in der Pause. Aus der Dreierabwehrkette wurde plötzlich die meistens in den Spielen zuvor praktizierte Viererabwehrreihe. Zu der gehörten Darius Held, Kai Gehring, Lukas Müller und der eingewechselte Jonas Kühn. Damit bekam die Defensive mehr Stabilität. Davor bildeten der neu ins Spiel gekommene Andrew Owusu und Kapitän Joel Gerezgiher das defensive Mittelfeld. Can Karatas, Steven Lewerenz und Bastian Frölich standen im offensiven Mittelfeld. In der Spitze stürmte David Hummel. Diese Maßnahmen wirkten sich positiv auf das Spiel der Großaspacher aus. „In der zweiten Halbzeit lief es etwas besser bei uns“, freute sich Weiß darüber, dass seine Umstellungen ihre Wirkung hinterlassen hatten.

Die Großaspacher waren nun präsenter und drückten eindeutig der Partie ihren Stempel auf. In der Folge gelang den Gästen nach einer Stunde der zweite Treffer durch Karatas. Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem ungefährdeten Erfolg der Schwaben aus. Doch in der Schlussphase musste der Sonnenhof noch etwas zittern, erst recht, als die Mainzer fünf Minuten vor dem Abpfiff den 1:2-Anschlusstreffer durch Leon Kern erzielt hatten. Die SG brachte aber den Vorsprung über die Zeit und freute sich über den dritten Sieg im fünften Spiel der Regionalliga-Saison. Mit zehn Punkten machten die Großaspacher in der Tabelle den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Dies feierten die etwa 50 mitgereisten SG-Fans. Einige von ihnen haben vielleicht schon den Aufstieg und die Rückkehr in die Dritte Liga im Kopf. Das sieht Trainer Steffen Weiß aber nicht so und sagte: „Nach den ersten drei Spielen konnte man durchaus davon träumen, aber nach den Leistungen in den letzten beiden Partien ist das überhaupt kein Thema.“

Viel Arbeit im Training

Das nächste Spiel „Wir haben noch viel im Training zu tun“, blickt SG-Trainer Steffen Weiß auf die Übungseinheiten in dieser Woche. Er schiebt nach: „Vielleicht klappt es dann mit der Dreier- oder Fünferabwehrkette besser.“ Die nächste Aufgabe steht am kommenden Sonntag auf dem Programm. Um 14 Uhr geht es im Fautenhau gegen den Tabellenvierten FK Pirmasens.

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Erstellt:
6. September 2021, 06:00 Uhr

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