2,6 Millionen Euro für gutes Wasser

Regierungspräsident Wolfgang Reimer übergibt Förderbescheide an Kommunen

Sechsmal gelbe Umschläge, sechsmal Geld: Die Vertreter der Kommunen Allmersbach im Tal, Aspach, Burgstetten, Leutenbach, Oppenweiler und der Stadtwerke Backnang erhalten insgesamt 2,6 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Sechsmal gelbe Umschläge, sechsmal Geld: Die Vertreter der Kommunen Allmersbach im Tal, Aspach, Burgstetten, Leutenbach, Oppenweiler und der Stadtwerke Backnang erhalten insgesamt 2,6 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg. Foto: A. Becher

Von Silke Latzel BURGSTETTEN. Sechs große gelbe Umschläge mit erfreulichem Inhalt gab es gestern Nachmittag für die Vertreter der Kommunen Allmersbach im Tal, Aspach, Burgstetten, Leutenbach, Oppenweiler und der Stadtwerke Backnang. Regierungspräsident Wolfgang Reimer war in den Burgstaller Güterschuppen gekommen, um Förderbescheide über insgesamt 2,6 Millionen Euro zur weiteren Umsetzung der Wasserversorgungskonzeption für den nördlichen Rems-Murr-Kreis zu überreichen. In enger Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg und den beteiligten Gemeinden realisiert der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg diese zukunftsweisende Versorgungskonzeption. Mit dem Geld soll insbesondere der Bau der Zuleitungen zum neu erstellten Wasserwerk Murrtal gefördert werden (wir berichteten). Der Bau ist Teil einer Modernisierung der bisherigen Versorgungsstrukturen der fünf Gemeinden und der Stadtwerke Backnang im Rems-Murr-Kreis. Ziel ist es, die Wasserversorgung ihrer Bevölkerung langfristig zu sichern und zu verbessern. Natürlich sei es nicht seine Hauptaufgabe, die Förderbescheide persönlich zu überreichen, so der Regierungspräsident. Aber besonders im ländlichen Bereich mache er das ab und zu gerne und hält dies auch für wichtig. Ebenso wichtig sei es für die Kommunen, „sich um die Trinkwasserversorgung der Menschen zu kümmern. In eine moderne Wasserversorgung zu investieren, heißt, unser wichtigstes Lebensmittel und die Zukunft zu sichern.“ Und obwohl die Wasserversorgung eine kommunale Angelegenheit sei, will das Land Baden-Württemberg seinen Teil dazu beitragen und bei den hohen Investition behilflich sein. Durch das neue Wasserwerk bei Erbstetten, in dem die einzelnen Wasseraufkommen der fünf Projektgemeinden und der Stadtwerke Backnang zusammengeführt und künftig aufbereitet werden, soll sich die Qualität des bisherigen Trinkwassers der Region deutlich verbessern. Zum einen soll das Wasser weicher werden, zum anderen wird die hygienische Qualität gesteigert. Ziel der Konzeption ist zudem die stärkere Nutzung des örtlichen Rohwasserdargebots und die Erhöhung der Versorgungssicherheit durch die Schaffung eines zweiten Standbeins für alle Beteiligten. „Wir in Baden-Württemberg haben das Glück, dass unsere Trinkwasserqualität hoch ist und sich auf einwandfreiem Niveau befindet“, sagte Reimer. Dies sei nicht selbstverständlich. Zudem gebe es zwar genug Wasser, aber „wer weiß, was sich durch den Klimawandel noch ändert“. Deshalb sei eine Mischkalkulation aus überörtlicher und örtlicher Versorgung wichtig und gut für den Wasserpreis.

Zum Artikel

Erstellt:
12. Oktober 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

Bus lässt Schüler an Haltestelle stehen

Nach Stopps in Sulzbach und Oppenweiler finden Strümpfelbacher Kinder morgens keinen Platz mehr im rappelvollen Bus der Linie 390. Stadträtin Siglinde Lohrmann fordert zum wiederholten Mal den Einsatz von mehr Bussen. Der Landkreis kündigt eine Fahrgastzählung an.

Nicht jede Lücke in den Neuwagenreihen der Autohäuser ist der Lieferkrise geschuldet. Davon betroffen sind aber alle Händler. Foto: A. Becher
Top

Stadt & Kreis

Es mangelt nicht nur an Mikrochips

Man kann durchaus von einer Lieferkrise sprechen, die derzeit im industriellen Bereich für arge Probleme sorgt. Der Autohandel ist aktuell besonders betroffen. Wir haben mit Händlern aus der Region gesprochen, wie sie die Situation bewerten.

Stadt & Kreis

Abfallentsorgung soll mehr Service bieten

In Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern hat die Abfallwirtschaft Rems-Murr als Kommunalanstalt des Rems-Murr-Kreises ein neues Konzept erarbeitet, das nun im zuständigen Ausschuss des Kreises mehrheitlich für gut befunden wurde. Allein der Backnanger Gernot Gruber stimmt dem Konzept nicht zu.