Uranwerte in Großerlach wieder unter dem Grenzwert
Weitere Beprobungen des Trinkwassers in Großerlach sind nötig.
Das Trinkwasser in Großerlach muss weiterhin kontrolliert werden. Symbolbild: NOW
Großerlach. Bei den Trinkwasserproben vom 21. August sind erstmals seit Bekanntwerden der erhöhten Uranwerte im Trinkwasser von Großerlach sämtliche untersuchten Werte wieder unter dem gesetzlichen Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter gewesen, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt. Die beiden aktuellen Messwerte betragen 3,1 und 7,4 Mikrogramm pro Liter. Bei der ersten Messstelle ist es bereits die fünfte Beprobung in Folge unterhalb des Grenzwerts.
Die vorsorgliche Verwendungsempfehlung bleibt dennoch bestehen. Nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt müssen weitere Beprobungen die Einhaltung des Grenzwerts bestätigen. Die nächste Probe ist für Mitte der kommenden Woche vorgesehen. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht nach der mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Bewertung weiterhin nicht.
Bis zur Aufhebung der Empfehlung soll Leitungswasser vorsorglich nicht zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden. Dies gilt insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder bis 24 Monate sowie für Schwangere und Stillende. Für Duschen, Baden, Händewaschen, Zähneputzen, Wäsche- und Geschirrwaschen, Haushaltsreinigung und Toilettenspülung kann das Wasser uneingeschränkt verwendet werden. Abkochen verringert den Urangehalt nicht. Auch für Haus- und Nutztiere besteht nach Auskunft des Veterinäramts keine akute Gesundheitsgefahr.
Als Ursachen für die zuvor erhöhten Werte werden das Zusammenwirken von Trockenheit und Hitze, hoher Wasserverbrauch, eine außergewöhnlich hohe Wasserabgabe nach Spiegelberg sowie zwei Rohrbrüche genannt. Die Fördermengen der auffälligen Tiefbrunnen Scheiterhau und Böhringsweiler wurden reduziert, die Rohrbrüche behoben und die hohe Wasserabgabe nach Spiegelberg eingestellt. pm
