Attacke auf Stammtisch
Antifa soll Konservative in Mannheim verprügelt haben
Nach dem Vorfall wird eine „umfassende und transparente Aufklärung“ gefordert. Was bisher von der Polizei und beteiligten Gruppen bekannt ist.
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Gewalt in Baden-Württemberg (Symbolbild/Archiv).
In Mannheim soll es Medienberichten zufolge am Samstag zu einer gewaltsamen politischen Auseinandersetzung gekommen sein. Das rechtskonservative Portal „Apollo News“ berichtet, rund 20 „konservative Aktivisten“ der Gruppe GDG („Gemeinsam Deutschland Gestalten“) seien von „vermummten Linksextremisten“ mit Schlagstöcken angegriffen worden. Dabei soll es auch Verletzte und Einlieferungen ins Krankenhaus gegeben haben. Laut „Apollo“ muss sich ein konservativer Stammtischgast nun am Unterarm operieren lassen und fällt wochenlang als Handwerker aus. Der Vorfall mit Teleskopschlagstock soll sich vor einem Lokal in Mannheim-Neckarstadt ereignet haben.
Die Polizei bestätigte auf dpa-Anfrage lediglich, dass sie wegen einer Auseinandersetzung an dem Tag ermittelt. Beamte seien vor Ort gewesen und hätten Kontakt zu Geschädigten gehabt, sagte ein Sprecher. Weitere Angaben zu den Beteiligten, möglichen Verletzten und dem Ablauf machte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.
Indymedia brüstet sich mit der Tat
Der Mannheimer AfD-Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch sowie die beiden Mannheimer AfD-Landtagsabgeordneten Bernhard Pepperl und Rüdiger Ernst forderten eine „umfassende und transparente Aufklärung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und die zuständigen Staatsschutzbehörden“. Es müsse geklärt werden, ob eine organisierte, politisch motivierte Gewalttat mit überregionalen Strukturen vorliege, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Laut einem Eintrag auf der vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Plattform Indymedia war es bei dem Vorfall um die Gruppe „Gemeinsam Deutschland Gestalten“ gegangen. Rund 20 Personen dieser Gruppe, die laut Indymedia friedlich zu einem Stammtisch zusammenkommen wollten, seien dann von lokalen Antifaschistinnen und Antifaschisten umstellt worden. Eine „erzieherische Abreibung“ habe dann zu einigen Verletzten geführt. Die Urheberschaft des Indymedia-Beitrags konnte von dpa nicht überprüft werden.
Bei „Gemeinsam Deutschland Gestalten“ (GDG) sind auch Mitglieder von CDU und JU engagiert, die enger mit der AfD zusammenarbeiten wollen. Ins Leben gerufen wurde die Vereinigung vom Kölner Lehramtsstudenten und JU-Stadtteilchef Benedict Doege, wobei es unter der Buchstabenkombination GDG zunächst auch „gegen das Gendern“ ging. Am 3. Oktober 2025 gab es dann gemeinsam eine umstrittene Wanderung zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Gegen den JU-Vize von Benedict Doege läuft in der CDU ein Ausschlussverfahren. Doege selbst bestreitet jegliche Nähe zum Rechtsextremismus und klagt gegen den WDR.
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GDG-Kameraden marschierten am 3. Oktober gemeinsam zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald – die CDU ist uneins über den Umgang mit der Gruppe.
