Brenner
Basistunnel wird um über eine Milliarde teurer
Die Kosten steigen deutlich, der Betriebsstart wird auf 2034 verschoben. Dafür gibt es bestimmte Gründe, die nichts mit der Deutschen Bahn zu tun haben.
© Angelika Warmuth/dpa
Der Tunnel soll Deutschland besser an Italien anbinden. (Archivbild)
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Der Brennerbasistunnel zwischen Österreich und Italien soll mehr als eine Milliarde Euro mehr kosten und zwei Jahre später in Betrieb gehen als geplant. Wie die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE mitteilte, wurde der Betriebsstart der international bedeutenden Eisenbahnroute unter dem Brenner auf 2034 verschoben und die Projektkosten auf 11,7 Milliarden Euro erhöht.
Bislang waren Kosten von 10,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die ersten Züge sollten ursprünglich bereits 2032 durch die Röhren rollen. Der Tunnel müsse höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betrieb erfüllen, hieß es von den italienisch-österreichischen Projektbetreibern. „Die dafür notwendigen zusätzlichen Bauarbeiten und die Integration der Bahntechnik bedeuten mehr Zeit und höhere Kosten“, erklärten die BBT-Vorstände Umberto Lebruto und Martin Gradnitzer.
Brennerachse Deutschland-Italien
Der 64 Kilometer lange Tunnel soll den Gütertransport und die Reise zwischen Deutschland und Italien deutlich beschleunigen. Damit die wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen maximal genutzt werden kann, müsste auch der Nordzulauf in Bayern ausgebaut werden. Doch bislang wurde dafür noch nicht einmal eine Trasse festgelegt.
Die Verzögerungen in Deutschland haben aber nichts mit dem neuen Zeitplan der Tunnelgesellschaft zu tun, betonte ein BBT-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Probleme gibt es aber auch auf der Brennerautobahn, an der noch bis 2031 die Luegbrücke saniert werden muss. Der Verkehr kann deswegen grundsätzlich nur einspurig in beide Richtungen fließen. Ausnahmen gibt es lediglich an besonders stark frequentierten Tagen.
